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kannt und offenbar war die Unwürdigkeit Guido'S,so blind war die Liebe seiner Gattin« zu ihm.
Es bedurfte nicht viel, um das aufgeschwolleneHerz des Grafen von Tripolis zum barsten zubringen. Er paßte nur darauf, wie er, wenn gleichungerechter Weife, Lussignan die Krone vomHaupte reißen, und sie sich aufsctzen wollte. WederGrund, noch Recht, noch Macht stehen ihm zur Seite,oder unterstützen ihn; aber was thut das, er hatgenug an seinem Ehrgeize. Er fängt an eine Ver-schwörung anzuzerteln, unter dem Vorwände, daß dieKrone von Jerusalem auf kein Frauenzimmer fallenkönne; daß ein mit dem Schwerte errungener Scepterauch mit demselben müsse behauptet werden, und alsoweder Sybilla, noch Jsabella, beide Töchter Al,merikus I. diesen Thron erben könnten. DieseMeinung klang angenehm in den Ohren der Mißver-gnügten; er schürrte das Feuer an, die Unterthanenempörten sich, und Alles deutete auf offenbaren Bür-gerkrieg. Jetzt ersann dieses Ungeheuer eine neueList, um seine Absicht zu erreichen, und ließ durch ei-nen Dritten der bestürzten Königin» sagen, daß er sichverbindlich machen wollte, die wankende Krone aufihrem Haupte zu erhalten, wenn sie den Lussignanverstieße, welcher der Gegenstand des Hasses allerRitter wäre. Es hoffte der Graf von Tripolis,daß die Königinn zur Dankbarkeit für diese Gunst ih-ren Gatten verstoßen, und dann die Augen auf ihn