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O gewiß, erwiederte die Prinzessin», niemals, ge»lkebter Bruder, wirst Du eö nöthiger haben. DeineLeidenschaften zu überwinden, als in diesem Kriege.Wirf Deine Blicke auf diejenigen, welche Dir vorange»zogen sind, und Du wirst sehen, daß ihre unbändigenLeidenschaften ihre Siege aufhielten, oder gleichsamunnütz machten. Zu unserm Unglück haben wir vieleund zwar neue Beweise, von dem, was ich gesagthabe. Wie viele Hindernisse brachte nicht eine thö»richte Liebe einigen berühmten Feldherren, welche zurEroberung Jerusalems ausgezogen waren, seiner Ein»nähme zuwege», und wie viel Uebel verursachte nichtder geheime Neid, die gegenseitige Arglist der Lateini»scheu Fürsten, die Widersetzlichkeit der Nationen undder Ehrgeitz der Feldherren. Ich weiß nicht, wie nochbei so vielen zügellosen Leidenschaften die Eroberungdieser Stadt gelingen konnte; aber was hilft es, daßdie Tapferkeit sie erobert, wenn sie durch Leidenschaftwieder verlohren gierig? Lieber Bruder, damit Dunicht blindlings in den Krieg gehst, will ich Dir inwenigen Worten den Grund angeben, der Dich nö»thigt, Dein Leben daran zu wagen, das Kreuz DeinesHeilandes wieder zu lösen und sein heiliges Grab ausden Händen der Barbaren zu befreien. Während wirzusammen gehen, kann ich Dich davon unterrichten.
Seit Gottfried Bouillon mit mehr alsmenschlicher Tapferkeit Jerusalem eroberte und diesesKönigreich seinen Nachkommen hinterließ, hatte er zu