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2 (1825)
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Schwäche, es auf meinen Arm zu nehmen. Ich bracht«es an die Thüre einer Hütte, von wo ich Wasserströmen sah, welches sich in der Erde verlohr; ichsprach mit dem Bewohner, der mir ein großes Ge-fäß so kühlen und kristallnen Wassers gab, daß schonder Anblick das Kind erquickte. Das Kind nahm eSängstlich an den Mund; aber war es Schwäche oderHeißhunger, kaum hatte es davon genossen, so fielihm das Gefäß ab, brach, das Wasser ward verschüt-tet, und der Durst wurde nur noch reger in Gegen-wart des Guts, welches es gänzlich verlohr. Ich batden Hüttenbewohner, seine Pflege fortzusetzen, aber ent«weder aus Eigensinn, oder zu großer Anhänglichkeitan seine Geschäfte, oder zu großer Bequemlichkeit,schloß er seine Thüre, und ließ mich, mit dem hilflo-sen, weinenden Kinde auf den Armen, stehen. Ichwollte, ich suchte Hilfe zu schaffen, und konnte keinefinden, von hier bis zu Eurer Hütte finde ich Nie-manden, welcher ihm Hülfe leisten konnte, und wagees nicht, Euch zu bitten, daß Ihr mit Eurer Mühehingehet, seine und meine Betrübniß zu stillen. Aberdurch meine Schuld soll der Dürstende nicht urnkqm-men, und da er noch lebt, will ich gern für ihn densauersten Weg unternehmen.

Miseno konnte sich nicht halten; hastig warf erdie Hacke hin, hob die Hände gen Himmel, Thränettder Zärtlichkeit flössen häufig herunter; er nahm denStab, und wollte den Berg hinabsteigen, indem er