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welchem diese Pflanze gedeihet, und wo er hingeht,kann er sein Glück mit sich nehmen; nur kommt eSdarauf, sie bewahren zu können. Faßt Muth, erin-nert Euch dessen, was Ihr so oft gehört habt; unter-drückt Eure Leidenschaften, so schwer es Euch auch im-mer werden mag ; beherrschet sie durch die wahre Phi-losophie, denn sie wird Euch wie auf einem Sieges-wagen zu dem so sehr gewünschten Ziele führen. UndIhr, Fürstin«, mäßigt Euren Schmerz; und da einhöheres Gesetz ihn nöthigt abzureisen, weil er es demHimmel geschworen hat, seine Sache gegen die Bar-baren zu vertheidigen, so wird der Himmel selbst seineAbsichten in Schutz nehmen, und ihn zu einem wah-ren dauerhaften Glücke führen.

Meine Thränen kommen nicht aus dieser Quelleallein, sagte die Prinzessinn, ein anderer Dolch ver,wundete mir das Herz; und ich hatte ein eisernes ha-ben müssen, um es nicht zu fühlen. Denn Ihr solltwissen, daß ich jetzt die grausamste Handlung gesehenhabe, welche mir je vor die Augen kam. Auf demWege hierher begegnete ich einer armen Waise, welchefast vor Durst verschmachtete. Das Kind konnte aufseinen schwachen, schwankenden Füßchen nicht stehen;die an dem Gaumen klebende Zunge konnte kein WortHervorbringen, und die Thränen waren so sehr ver-trocknet, daß sie die Wangen nicht mehr herabliefen.Das schmerzte mich tief, und ich nahm es bei derHand, und es war gleichsam nöthkg, wegen seiner