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mich die Liebe zum Vaterlande, Euch eherbietig vorzu-stellen, welche schreckliche Folgen aus diesem nie gese-henem, neuen Streite entstehen können, wenn Ihrdarauf bestehet. Dieser Streit, der edclmüthigste fürFürsten, ist sehr beleidigend für Unterthanen. Wiesehr sinkt unsere Achtung dadurch, daß zwei großeFürsten um die Wette es von der Hand weisen, ei-nige Staaten zu regieren, die mehr als siebenhundertJahren der Gegenstand des Neides ihrer Monar-chen waren. Die Größe Eurer edelmüthigen Seele,die weit über alle irdische Hoheit erhaben ist, stürztdurch diesen schnellen Flug unfern Ruhm bei andernNationen in die größte Erniedrigung. Nun weißich nicht, ob es Euch die Gerechtigkeit erlaubt, daßIhr auf Kosten so vieler Unterthanen über den welt-lichen Ehrgeiz triumphiret; in so fern unsere Ehredas Opfer aller der Lobreden werden soll, die EuchJedermann darbringen muß.
Aber wenn die Fürsten und der Ruhm des Staa-tes, den die Wiege und die Krone Euch gaben, keinwürdiger Gegenstand Eurer erhabenen Gesinnungensind, so sey es doch wenigstens das Blut Eurer Un-tcrthanen, welches in den schrecklichsten Kriegen wirdvergossen werden. ^Jch bin schon überzeugt, daß diesesin wenigen Tagen geschehen wird; wenn nicht nochheute Einer von Euch auf den Thron steigt, sichhuldigen zu lassen. Noch erinnere ich mich der schreck-lichen Kriege, in welchen wegen Uladislans II.,