Schwanken zu bemerken ist, welches bisweilen nur in Unachtsamkeitseinen Grund hat. So stehen jetzt Ausleihverzeichnisse statt in derzweiten Hauptabtheilung des Buches, wie sie sollten, in der ersten;hie und da ist die Aufzählung- nicht streng- alphabetisch ausgefallen.Gewisse Inconsequenzen treten dadurch ein, dass manches Docnmentverschieden beurtheilt werden kann. Ganz waren diese Unregel-mässigkeiten nicht zu vermeiden, da der Druck des Buches, wahrendeines längeren Aufenthaltes im Auslande begonnen, mit Mühe vor-wärts schritt und die Correcturen besonders der ersten Bogen nichtimmer die letzte Feile erhalten konnten. Will man mir jedoch ausdiesem Thatbestande einen Vorwurf machen, so habe ich dagegennichts einzuwenden.
Ich habe nur auf solche Cataloge oder bibliographische NotizenRücksicht genommen, deren Original oder Abdruck ich selbst gesehenhabe, oder über die ich sichere Nachricht durch Andere erhielt.Ueberall habe ich mich bemüht, auf die Quelle selbst zurückzugehen,um möglichst bestimmte Angaben machen zu können — eine bisweilensehr lästige Arbeit. Dass mein guter Wille in jedem Falle auchwirklich von Erfolg begleitet gewesen sei, will ich nicht sagen; manwird dies an der äusseren Form einiger Angaben erkennen, liebereine ziemliche Anzahl von zweifelhaften und unbestimmten Notizenvon Büchern im Mittelalter, die mir noch zu Gebote steht, wäre mitden lückenhaften Mitteln unserer öffentlichen Bibliotheken Klarheitzu schaffen überhaupt nicht oder nur mit einem Zeitaufwande möglich,der mit dem Resultat in keinem Verhältnisse steht. Ich habe dieseAngaben also unterdrückt.
In dem Abschnitt Mustercataloge sind zwei Bibliotheksver-zeichnisse dem Wortlaute nach und mit Nachweis des Verbleibeseiner ziemlichen Anzahl der dort aufgeführten Hss. gegeben worden.Eine abschliessende Publication müsste nicht allein die Bücherverzeich-nisse, sondern alle weiteren Nachrichten über eine Bibliothek heran-ziehen und durch ihre methodische Verwerthung eine kurze Geschichteund Charakteristik der betreffenden Büchersammlungen zu gebensuchen. Hier ist noch einiges Allgemeine über die Form des Ab-druckes zu sagen. Was die Zählung und Nnmmerirung von Codicesin den Catalogen anlangt, so ist die Sache bisweilen nicht ganz leichtund Fehler nicht zu vermeiden. Ich habe an den zwei gedrucktenBeispielen klar zu machen versucht, wie man in einem Falle (Stavelot)die Nnmmerirung mit voller Sicherheit anwenden könne. Beim anderenCatalog (Arnstein) schien es mir gerathen, von fünf zu fünf ZeilenRandziffern zu setzen, somit nur die Druckzeilen zu bezeichnen, wo-durch für den Index genaue Citate ermöglicht w r erden. Doch istdies nur ein Vorschlag zur Güte. Ebenso kann man über die Arten