des Abdrucks verschiedener Meinung sein. Hier ist die erste Fragedie, ob man im Abdruck die Zahl und Länge der Zeilen des Originalsbeibehalten, oder wenigstens durch Zeichen kenntlich machen solle,oder nicht. Die zweite Frage betrifft die Transscription. Ich halteeinen consequent angewendeten Typendruck, wie er in englischenPrivatdrucken und auch sonst besonders beliebt ist, für ganz unpraktisch.Denn von den grossen Kosten abgesehen, ferner davon abgesehen, dassdie überwiegende Anzahl der Benutzer mit palaeographischen Dingendurchaus nicht so vertraut ist, als man erwarten würde, ist der Ge-brauch solcher Bücher selbst für den Fachmann recht unbequem.Andererseits ist freilich die Auflösung von Siglen und Kürzungennicht in allen Fällen mit voller Sicherheit zu geben und für diesenFall dürfte es vielleicht besser sein, sich dem Vorwurfe von Un-wissenheit auszusetzen, als falsche Lesungen zu bieten. Man findetim Buche Beispiele für verschiedene Arten von Abdrücken und eswird bei einer endgiltigen Entscheidung über die Herstellung einergrossen Sammlung gegenseitiger Vereinbarung überlassen bleibenmüssen, welchem Verfahren man den Vorzug zu geben habe. Am prak-tischesten dürfte vielleicht die Transscription der Kürzungen in Cursivesein, ein Verfahren, das in neuester Zeit in England Anwendung findet(Palaeographical-Society). Ein dritter Punkt betrifft die Orthographie.Ich glaube, es sei gerathen, die Schreibung der Originale beizubehalten,und es ist auch vielleicht nicht überilüssig, die kleinen und grossenAnfangsbuchstaben und die Formen f und v beizubehalten, wo siestehen.
In dem Abschnitte Beiträge zur Geschichte einiger Bi-bliotheken erscheint eine Anzahl weit zerstreuter Hss. für einigemittelalterliche Bibliotheken zusammengestellt. Andere ähnliche Nach-weise habe ich als zu umfangreich hier nicht aufnehmen können; siekönnten ohnehin nur in anderem Zusammenhange zur Geltung kommen.Was dergleichen Zusammenstellungen anlangt, möchte ich darauf auf-merksam machen, dass das Material für eine umfassende Durchführungzum grossen Theile ausserhalb Deutschlands oder, wenn in Deutsch-land befindlich, schwer zugänglich ist. Den Nutzen eines solchenVerfahrens, das im Serapeum von R. Naumann hie und da schonangewendet erscheint, will ich hier nicht näher erörtern, da ich diesenPunkt im Buche selbst berührt habe. Ich will nur noch auf einenAusspruch J. Orchard-Halliwell's hinweisen, der, nachdem er eine ausRamsey stammende Hs. des British - Museum erwähnt hat (Archaeo-logia XXVIII, 457), fortfährt: Considerable catalogues may be obtainedby these means in the course of time, and if they could be comparedwith the original inventories it would render thein of greater value.The manuscripts themselves would thus become of additional interest,