III. Die Erzeugnisse cler Bautisclilerei u. Parquetenfabrik. 569
cationen desselben Geschmackes. Ferner Verschlingungen von Bändern,welchen durch einseitige Einfassung mit schmäleren Streifen und hellenLinien ein reliefartiges Ansehen gegeben ist. Natürlich fehlen auchdie facettirten Sterne nicht. Endlich wird das Alles zusammengemischt.Doch fehlen auch nicht bessere, selbst recht gute Muster in der Artder Wirth’schen. Die Preise stellen sich bei leidlicher Ausführungerstaunlich billig. Yon den reichsten Mustern aus Ahorn, Kirsch- undNussholz kostet loco Padua der Quadratmeter nur 16 bis höchstens19 Lire. Die einfachsten Muster aus Tannenholz (Eichenholz wird garnicht verarbeitet) kosten 4 bis 5 Lire, das oben beschriebene mit denvertieften Würfeln 13 Lire 50 Centisimi.
Portugal war durch Mardel & Magalkies in Lissabon mit Pro-ben einer noch im Stadium der Kindheit befindlichen Parquetenfabri-kation vertreten.
Nicht besser Griechenland mit Erzeugnissen der GebrüderMalaki in Athen.
Anhang.
Die Fourniere.
In Deutschland und wohl auch in Oesterreich führt die industrielleEntwickelung der Fournierschneiderei dahin, dass einerseits geradedie grössten Etablissements das Fournierschneiden für eigene Rechnungund den unmittelbaren Verkauf von Fournieren aufgeben, um sich aufdie einfache Lohnschneiderei zu beschränken, während andererseits dieHolzhändler die zur Herstellung von Fournieren geeigneten Blöckekaufen und sie auf eigene Gefahr, die bei exotischen Hölzern bekannt-lich oft recht gross ist, den Fabriken zur Verarbeitung übergeben.Dieser Entwickelungsgang hat zur Folge, dass sowohl die unternehmen-den Holzhändler wie die Schneidereibesitzer auf den Ausstellungen mitFournieren erscheinen, die mit denselben Maschinen, von denselbenArbeitern geschnitten sind und also, von der Holzart abgesehen, iden-tische Leistungen darstellen. Im Interesse des Holzhändlers liegt esnun aber, den wahren Sachverhalt nicht oder doch nicht völlig auf-zudecken. Er muss daher, um sich als Fabrikant geriren zu können,seine Zuflucht zur Erfindung einer Fabrik nehmen, deren Adresse nichtangegeben oder nur verschleiert genannt wird. So unklaren Verhält-nissen sollte, so weit es sich wenigstens um Ausstellungen handelt, einEnde bereitet werden. Man spreche bündig aus, ob der Aussteller nur Un-ternehmer, was ja auch ein Verdienst, dem seine Krone gebührt, wenn es