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Gruppe VII. Metall-Industrie.
Bezug auf die Preise Zugeständnisse zu machen, unter welchen dieQualität der Waare zu leiden hatte. Auf der anderen Seite muss dieFähigkeit das Beste zu leisten constatirt werden, und zeigt sich auchan solchen Gegenständen, wie die Imxusschusswaffen, der heilsame,fördernde Einfluss des zunehmenden Wohlstandes unseres Volkes aufdie industrielle Entwickelung, indem sich Käufer für besser ausgeführteund darum theurere Waare finden.
In erster Reihe stehen die Gewehre von C. A. Fischer & Sohnin Lübeck. Die ausgestellten Exemplare zeigten sich als vollkommenin der Ausführung und dabei im Preise ungleich niedriger als eng-lisches Fabrikat. Die seit dem Jahre 1828 bestehende Firma scheintihren Ruf nicht in der Quantität, sondern in der Qualität ihrer Erzeug-nisse zu suchen und können wir diesen Grundsatz nur lobend aner-kennen. Stellen wir eine der grössten Gewehrfabriken, die berühmteFirma Nicolaus von Dreyse in Sömmerda, daneben, so haben wirzu constatiren, dass dieselbe zwar nur durch wenige Exemplare, aberin diesen sehr gut vertreten war. Das riesige Etablissement, welchesmit 1200 Arbeitern und 250 Pferdekräften Dampf- und Wasserkraftarbeitet, besteht seit 1841 und lieferte im Jahre 1871 für 1 950 000 Rmk.Erzeugnisse aus Rohmaterial im Werthe von 510 000 Rmk. Es findetseinen Markt vorzugsweise in Deutschland. Als Specialität betreibtdie Fabrik den Bau von Werkzeugmaschinen zur Gewehrfabrikation.
Würdig reihen sich H. Leue & Timpe und Heinr. Barella inBerlin an. Erstere Firma arbeitet mit 74 bis 80 Arbeitern, letzterefabricirte im Jahr 1871 für 432 000 Rmk. Luxusgewehre zum Theilnach eigener Construction. Wir nennen ferner Sigmund Gold-berg e r in Breslau und C. Stiegelejun. in München, welche mitausgezeichnet gearbeiteten Gewehren erschienen waren. Eine Stock-flinte mit Hinterladung und eigenthümlichem Schlussmechanismus vonJoh. Berg in Nürnberg leidet nur an Zwecklosigkeit der Idee, zeigtaber sehr gute Arbeit, letztere fand sich auch von C. Schöna ms-g ruber in Nürnberg geliefert.
Oesterreich. - Ungarn. Die reichhaltigsten und umfassendstenCollectionen von Schiesswaffen bot Oesterreich und müssen wir anerken-nen, dass es in dieser Industrie sehr bemerkenswerthe Fortschritte gemachthat. Es besitzt in der Oesterreichischen Waffenfabriks-Gesell-schaft unter der Direction ihres Schöpfers Joseph Werndl in Steyr diegrösste und besteingerichtete Gewehrfabrik Europas, deren Erzeugnissesich jedoch als in die Kategorie der Kriegswaffen gehörend unsererBenrtheilung entzogen.
Als die Besten der österreichischen Abtheilung müssen wir diebeiden Firmen A. V. Lebeda’s Söhne in Prag und AntonMulacz inWien bezeichnen, Die Collecti yausstellung der Waffenfabriks-Gesell-