Section III. Sanitätsweseii.
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in Schlesien) und von Dr. Näher (München). Das erste Modell bringtim Wagen eine Menge von ärztlichen und hygienischen Requisitenunter, macht diesen fast zu einem kleinen fahrenden Lazareth und sorgtdafür, dass bei etwa ansteckenden Krankheiten eine örtliche Trennungder Verwundeten herbeigeführt werden kann; das zweite enthält sogarSchränke für Verbandzeug und Medicamente, ein Coupe für den Arzt,eine Feldkücheneinrichtung mit Lebensmittelvorräthen, Fächer fürCigarren, einen Eiskeller, Wasserfässer und dergleichen. Das dritteModell will im Wagen sechs liegende oder 10 bis 12 sitzende odervier schwer und sechs leicht Verwundete transportiren. Alle dreiVorschläge möchten bei wirklicher Ausführung complicirte schwer-fällige Fahrzeuge ergeben. Das Bedürfniss für eine Ausstattung mitbesonderen Requisiten liegt aber um so weniger vor, als ja die Fahrteneines Ambulancewagens stets nur kurze sein werden, vom Verbandplätzebis zum nächsten, vielleicht noch auf dem Schlachtfelde selbst etablirtenLazareth, für Evacuirung der letzteren aber stets noch anderweitige um-fassende Maassregeln zu treffen sein werden.
Der Transportwagen vonDr.Mayo (London), weicherzwischenzwei allerdings sehr hohen Rädern zwei unterhalb der Achse suspen-dirte Bahren enthält, kann als keine brauchbare Construction bezeichnetwerden. Der dem Koth, Staub etc. besonders ausgesetzte Raum istkeine geeignete Lagerstelle für Verwundete.
Mannigfaltige Modelle zu Krankentransportwagen hatten die indieser Branche so vortheilhaft bekannten Wagenfabrikanten Kellner,Locati und Löhner eingeliefert, bei deren neueren Projecten diePrincipien der Suspension und der praktischsten Raumausnutzungbereits zur vollen Durchführung gelangt waren.
Kellner (Paris) zeigte drei verschiedene Fahrzeuge; das erste einTransportwagen für sechs liegende und zwei sitzende oder für achtsitzende Verwundete eingerichtet, die beiden anderen nach Angaben desProf. v. Mundy für den österreichischen deutschen Ritterordengebaut und zur Aufnahme von vier und sechs Schwerverwundetenbestimmt. Der zu vier Tragen eingerichtete Wagen war von Kellnermit einer besonderen, auf dem System der Transmission durch Zahn-räder beruhenden, durch eine Person zu handhabenden Aufzugswindeversehen worden, die es gestattete, die Bahren in beliebiger Höhe ineigener Suspension zu fixiren. Die sechs Tragen des anderen Fahr-zeuges wurden durch kurze Lederriemen, die an den eisernen Mittel-pfeilern resp. den Dachstützen befestigt waren, in drei Etagen übereinander befestigt. Beide Methoden erscheinen vortheilhaft, insoferndie kurze Suspension für die seitlichen Schwankungen des Wagens fastgar nicht empfänglich ist und auch die longitudinalen und verticalenStösse abschwächt. Das Auf- und Abladen der Bahren wird durch zurAufnahme der Tragstangenenden in Nuthen auf Rollen laufende Unter-