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Bd. 3, Abt. 2 (1874)
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Gruppe XVI. Heereswesen.

bätze wesentlich erleichtert. Die Wagen entsprechen dabei, obgleichgegen ihre Höhe Manches einzuwenden ist, doch den für ein Kriegs-fahrzeug zu stellenden Bedingungen, indem sie mit grosser Leichtigkeitund Lenkbarkeit hinreichende Festigkeit vereinen. Die Einrichtung,dass statt der einen Bahre eine Bank eingeschoben werden kann, aufwelcher nöthigenfalls der Arzt zu manipuliren vermag, eine Einrichtung,welche auch die LocatischeD Wagen zeigen, verdient nicht unbeach-tet zu bleiben,

Unter den für suspendirte und zugleich für feststehende Bahren ein-gerichteten Wagen muss der von dem Wagenfabrikanten Löhner (Wien)für den deutschen Ritterorden nach Prof. v. Mundys Angabenconstruirte hervorgehoben werden, bei welchem zwei eiserne mit Chär-nieren an dem Dache befestigte Kreuze vermittelst kurzer Riemen dieinneren, andere an den Stützpfeilern des Daches befindliche Riemendieläusseren Tragstangen der beiden oberen Bahren aufnehmen. DieEinbringung der unteren zwei Bahren wird auch hier durch Schienenerleichtert. Der deutsche Ritterorden besitzt bereits 16 solcher Fahr-zeuge. Der erste derartige nach v. Mundys Project von Loeati(Turin) erbauete Wagen erlangte in Paris 1867 den ersten Preis.

Von demselben Fabrikanten stammte noch ein ähnlicher für dierumänische Regierung gebaueter Ambulancewagen, welcher vierFeldtragen, für feste und für suspendirte Lagerung herzurichten, ent-hielt. Die vielen hierzu nothwendigen Theile und deren zeitraubendeZusammenfügung lassen ihn für den Feldgebrauch weniger geeigneterscheinen. Auch vom russischen Kriegsministerium war nochein recht praktischer Wagen ausgestellt, dessen untere zwei Bahrenan den Tragstangen je vier Federn in Form einer halben Wagenfedermit Rollen besitzen.

In stattlicher Zahl hatte Loeati (Wagenfabrikant, Turin) Trans-portwagen für Kranke und Verwundete eingeliefert:

Zwei Modelle nach System Bertani, von Loeati ausgeführt,besassen noch die feste Lagerung der Bahren. Das erstere, für vierliegende oder acht sitzende Blessirte bestimmt, ist in den Feldzügenvon 1866 (Tyrol) und 1870 (Frankreich) zur Benutzung gekommen.Das zweite kann 5 Liegende oder 13 Sitzende aufnehmen.

Den combinirten Modus: feststehende und suspendirte Tra-gen, zeigte ein nach v. Mundy für zwei liegende oder acht sitzendeVerwundete bestimmter, etwas schwerfälliger Wagen. Ein andererTransportwagen, bei welchem zwei liegende Verwundete in Bahren mitlanger Suspension oder acht sitzende Verwundete fortzuschaffen waren,ebenfalls nach v. Mundys System construirt, war 1869 als Probe-wagen für den österreichischen Damenverein gebauet worden.

Die beiden neuesten Wagen, 1873 nach v. Mundys Ideenausgeführt und für Fortschaffung von sechs liegenden und sechs resp.