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Bd. 3, Abt. 2 (1874)
Entstehung
Seite
139
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Section III. Sanitätswesen. 139

selbst ist zusammenlegbar, daher leicht transportirbar, aber wohl nichtsolid genug, um empfohlen werden zu können.

3. Eine Räderbahre für Hilfsvereine nach System Gouvin; siebesitzt zwei Tragen, eine obere in Federn hängende und eine unteredirect auf dem Rädergestell ruhende, welche beide abnehmbar sind.

4 Die zerlegbare amerikanische Räderbahre, mit einstellbarenKopf- und Fusslagern, Dach und Seitenwänden.

Fuchs (Biala und Brünn) brachte zwei Räderbahren mit festerTrage, welche mit Dach, Seitenwänden und Spritzdecke versehen waren.

Der österreichische patriotische Hilfsverein hatteausgestellt: einen Gebirgswagen von Lipowsky construirt, aufv. Pithas Veranlassung, mit einer von dem Gestell leicht abhebbarenBahre mit zwei niedrigen Rädern.

Ferner Dr. Mühlwenzls Triclinum mobile , auf einem Schieb-karren placirt, und dessen ProjecteinesRädergestelles zur Benutzungfür die österreichische Feldtrage.

Im Sinne der Verwendung einheitlichen Materials würde wohl nurdas letztere für die Militairsanität Werth besitzen.

Dr. Langer (Wien) zeigte eine Fahr- und Tragbahre mitbesonderen Vorrichtungen, um sie schief einstellen zu können.

Lipowsky (Heidelberg), der die Anfertigung von Tragbahren spe-ciell und mit Vorliebe betreibt, hatte ausser den schon oben als vonihm angefertigt erwähnten noch neun verschiedene Modelle solcher,theils älterer, theils neuerer Construction, eingesendet. Darunter ver-dienen Erwähnung:

Ein grosser Tragkorb auf Rädern mit Druckfedern versehen,geeignet, den Verwundeten eine sehr bequeme Lagerung zu gewähren;ferner eine Gebirgsräderbahre mit niedrigen Rädern und einerBremsvorrichtung; eine Bahre, die zum Fahren im Liegen undSitzen herzuridhten und auch als Trage verwendbar ist; endlich nochRäderbahren nach Mundy, Gouvin, Pirogoff und Neudörffer.

Die Pirogoffsche Bahre führt zwei hohe, die Gouvinschezwei niedrige Räder; sie repräsentirten beide das System, zwei Krankegleichzeitig transportiren zu können. Das letztere Modell jedoch, beiwelchem die Lagerung der Kranken über einander stattfindet, ist fürden Feldgebrauch wohl zu verwerfen.

Dr. de Mooy (Maastricht) lieferte eine Photographie von einerHängematte auf Rädergestell. Wenn einer solchen Vorrichtung auchLeichtigkeit und Einfachheit nicht abzusprechen ist, so möchte diestark schaukelnde Matte doch kein recht geeignetes Mittel für denTransport schwer Verwundeter sein.

Speyer und Windler (Berlin) hatten ein Sortiment von Roll-stühlen und Krankenrollwagen verschiedentlichster Formen ausgestellt,für den militairdienstlichen Gebrauch von keiner Bedeutung.