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Bd. 3, Abt. 2 (1874)
Entstehung
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Section III. Sanitätswesen.

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war ebenfalls in zwei Modificationen vorhanden. Die eine Art, dienormale Feldbahre, besitzt Tragstangen mit Mitteleharnieren, kanndaher gut transportirt werden, während die andere volle ungebrocheneStangen mit eisernen gebogenen Querleisten führt, und wenn auchetwas schwer, so doch wegen ihrer Solidität und der Möglichkeit, sieauch in Fahrzeugen benutzen zu können, besondere Anerkennungverdient.

Die österreichische Feldtragbahre, construirt von dem lc. k.Regimentsarzt Dr. Mühlwenzl und ausgestellt von dem österrei-chischen patriotischen Hilfsverein, hat volle Tragstangen,welche durch die Säume des Bahrtuches gesteckt werden, und Füsse, diean den Querhölzern um eine Niete beweglich sind. Sie ist einfach,solide und zu jeder Art von Transport brauchbar, kann rasch ausein-andergenommen und von einem Mann getragen werden, dürfte wohlaber gleich den vorigen etwas schwer sein.

Aeusserst zahlreich waren nächstdem die von Fabrikanten, vonAerzten und anderen Privatpersonen eingesendeten Projecte für Trag-bahren, meist für speciellere Zwecke bemessen. In erster Reihe hattensich dabei betheiligt die im Gebiete der Anfertigung von Sanitäts-geräthen so rühmlich bekannten Firmen: Kellner (Paris), Lipowskyund Fischer (Beide in Heidelberg), Locati (Turin). Manche dieserYorschläge dürften recht praktisch sein. Zu erwähnen sind etwa folgende:

Von Dr. Appia (Genf), dem verdienstvollen Urheber der Genferinternationalen Convention, eine Feldtrage für complicirte Frac-turen, namentlich um den Transport bei Beinbrüchen zu erleichtern.

Von Demaurex (Bandagist in Genf) eine sehr leichte Trage zumTransporte im Gebirge. Dann zwei ebensolche, in gebrochenerStellung zu benutzen, daher complicirt und etwas schwer, die eine con-struirt von Esterlus, die andere von Dr. Berghammer (Wien) undausgestellt vom österreichischen patriotis chen Hilf sverein. Die-selbe Genossenschaft führte auch noch vor das Triclinum mobile desRegimentsarztes Dr. Mühlwenzl, als Feldtrage und zur Benutzungin den Blessirtenwagen bestimmt.

Von Kellner (Paris) stammte eine Verbesserung der österrei-chischen Feldtragbahre, bei der eiserne Vorder- und Hintergestelleangebracht waren, sowie eine nach Prof. v. Mundy s Angaben construirteTragbahre, die gleichzeitig als Operationstisch verwendet wer-den konnte.

Von Dr. Kohn lag eine zerlegbare Tragbahre, zum Mitführen fürSanitätsmannschaften bestimmt, aus.

Aus der reichen Sammlung, die E. Lipowsky (Heidelberg) ein-gesendet hatte, in welcher einfache Projecte und complicirte vertretenwaren, verdiente besondere Anerkennung die Universaltragbahre