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Bd. 3, Abt. 2 (1874)
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Gruppe II. Heereswesen.

Waggons, giltig sein müsse, nicht allein um die so lästige Einlagerung derVerwundeten zu vermeiden, sondern auch im Interesse einheitlichenMaterials. Doch selbst diese Anschauung findet zur Zeit noch nichtüberall Billigung.

Russland wenigstens führt, wie dies durch die vom Kaiser!Kriegsministerium erfolgte Einsendung dargethan wird, dreireglementare Bahren, von denen die erste als eigentliche Feldtrage(in einfachster Weise mit glatten, langen, abnehmbaren Tragstangen,Querhölzern und mit eisernen Füssen versehen), die beiden anderenaber als für die Ambulancewagen bestimmt bezeichnet wurden. Einevon diesen letzteren besass an den Tragstangenenden vier Blattfedernmit kleinen Rädern, um leicht in das Fahrzeug geschoben werden zukönnen, während die andere, für Suspension hergerichtet, nur niedrigeFüsse hat.

An sonstigen reglementaren Tragen verdienten Beachtung:

Die amerikanische in zwei verbesserten Arten, angefertigt vonLipowslcy und von Fis eher in Heidelberg. Sie besitzen beide eiserne,in der Mitte zusammenklappbare Querstangen, einstellbare Kopf lehne,und bewegliche Füsse. Die Tragen erschienen wohl durabel und be-cpiem, doch aber nicht einfach genug und etwas schwer.

Die spanische Feldtrage, für Gebrauch in erster Linie bestimmt,mit Matratze, wollener Decke und einem Schutzdache versehen, bequemund solide aber doch wohl schwer und durch die Nebenstücke kost-spielig.

Die französischen Feldtragen älterer und neuerer Art,die erstere von Lipowslcy, die zweite von Kellner (Wagenfabrikantin Paris) ausgestellt. Die ältere breite und bequeme, führt stellbareQuerhölzer, hohe Füsse sowie eine Charnierlcopflehne und wird dadurchschwer und unbehilflich. Die neuere ist schmäler, hat sehr niedrigeFüsse und eine kleine Kopf lehne, eiserne bewegliche Quertheile, viel-fach durchlöcherte Tragstangen; sie erhält hierdurch grössere Leichtig-keit, indessen wohl auf Kosten der Haltbarkeit. Kellner gab deshalbauch noch zwei Abänderungen, die aber nur geringe Verbesserungenzum Feststellen der Quertheile zeigten und die durchbrochenen Stan-gen beibehalten hatten. Auch die Befestigung des Tragtuches war beiden drei Arten der neuen französischen Feldbahre verschieden, zumAnstecken, zum Anknöpfen, zum Anschnallen eingerichtet; die erstere,einfache Methode dürfte wohl clie praktischste verbleiben.

Die deutsche Feldtragbahre, eingeführt in dem deutschenHeerwesen und ausgestellt von dem Reichskriegsministerium,