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Bd. 3, Abt. 2 (1874)
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Section III. Sanitätswesen.

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sichtigte lehrreiche Vollständigkeit konnte die nunmehr mit einergewissen Eile betriebene Zusammensetzung des Materials der Sectionallerdings nicht mehr gewinnen; sie trug ebenso den Charakter des inHast Zusammengefügten an sich, wie der bescheiden ausgestatteteund in den entlegensten Theil des Praterparkes verwiesene Pavillon,in welchem sie Unterkommen gefunden. Wenn aber auch durch dieAusstellung ein übersichtliches Bild der Entwickelung des heutigenSanitätswesens nicht mehr gegeben worden, so hat sie doch immerhindazu beigetragen, dass mancher streitige Punkt des Gebietes der Lösungnäher gerückt ist. Die Staatsregierungen, Hilfsvereine und Industriellenhaben sich schliesslich es gleich angelegen sein lassen, so viel die vor-geschrittene Zeit noch gestattete, der edlen Sache zu dienen und inter-essante , instructive Objecte für sie einzusenden. Viel Theilnahme hatdas die Ausstellung besuchende Publicum dem Sanitätspavillon geschenkt,und welche der die Menschheit bewegenden grossen Fragen hätte auchwohl ein grösseres Recht auf das allgemeine Interesse als die, welchedie Linderung menschlichen Elends anstrebt. Mit den Fortschrittenin den Werkzeugen der Vernichtung müssen die der rettenden Hilfe-leistung gleichen Schritt halten, und je blutiger die Kriege, um solohnender wird die Aufgabe, die Zahl ihrer Opfer zu verringern.

Dem Studium, der vergleichenden Uebersicht, der Beurtheilung,kam die zweckmässige methodische Gruppirung der Gegenstände desSanitätswesens in besonderem Pavillon ungemein zu statten; leider hat-ten einzelne Aussteller es vorgezogen, ihre Objecte, wohl um sie augen-fälliger placirt zu sehen, an anderen Orten im Industriepalaste selbstunterzubringen. Den nachfolgenden kurzen Angaben über die wesent-lichsten, den Fortschritt im Gebiete der Section bezeichnenden Aus-stellungsgegenstände ist der von sachkundiger Hand entworfene Special-katalog, auf welchen auch die Arbeiten der Jury sich stützten, zuGrunde gelegt worden.

I. Tragbahre n.

Die zweckmässigste Form für eine Tragbahre, welche solide unddoch leicht gebaut, zerlegbar (gut transportabel), rasch herzustellenund daher einfach construirt sein muss, scheint man bis jetzt nochnicht gefunden zu haben. In allen möglichen Arten, von der einfach-sten bis zur künstlichsten, waren sie vorhanden, und auch die Ausstel-lung hat noch nicht dazu geführt, eine Einigung in den Ansichten zuerzielen, welcher der oben angedeuteten Forderungen vorzugsweise zugenügen sei. Als wesentlich möchte sich aber doch mehr und mehrheraussteilen, dass, wenigstens innerhalb ein und derselben Armee, nurein einziges Tragbahrenmodell, gleich verwendbar für den Transportauf dem Schlachtfelde wie in den Ambulancewagen und Eisenbahn-