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Bd. 3, Abt. 2 (1874)
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Section II. Allgemeine Bewaffnung etc.

Arbeiter ausreichend. Die Brückengeräthe der Fahrzeuge können inden verschiedentlichsteu Weisen verwerthet werden, sie liefern sechs dop-pelte Laufstege, 594 m lang, zwei ganze oder drei Halbpontons (die bei-den Yordertheile zu einem verbunden) und zwei Böcke aus den Wagen-deichseln etc. gebildet. Ein ganzer Ponton kann als Ruderboot 12Mann tragen. Zwei Pontons mit darauf gelegten Balken bilden einebequeme Fähre für 25 Mann, für einen Bagagewagen oder ein Pferd.Die Böcke werden zu Landbrücken benutzt. Von zwei ganzen Pontonsnebst den dazu gehörenden Balken stellt man eine 17'81 m langeBrücke her für zweigliedrige Infanterie oder für leichte vorsichtig vonder Mannschaft gezogene Fuhrwerke. Von den drei halben Pontons,zwei Böcken und den Balken in einfacher Breite, erhält man eine 120Fuss (3463 m) lange Brücke für ein Glied Soldaten.

Der Wagen mit Ponton, vollem Gepäck und aufgestiegener Bedie-nung kann auf ruhigem Wasser schwimmen, die-Pferde werden alsdannschwimmend daneben geführt.

Bei den Terrainverhältnissen Schwedens, den dortigen vielen klei-nen Wasserläufen und Seen mag ein solcher Pionierwagen für die In-fanterie eine Nothwendigkeit sein. Trotz seiner unbestreitbar grossenNützlichkeit wird er in anderen Armeen aber schwerlich Eingang fin-den, da der Train dadurch zu erheblich vermehrt werden würde.

Nächstdem hatte dasFortifications-Departement noch einenFeldtelegraphen-Material wagen mit Zubehör ausgestellt (Con-structeur: Oberstlieutenant Nordländer). Das zweispännige, nachArt der Bagagewagen gebaute, Fahrzeug führt ca. 90 000 m vierfachgedrehten galvanisirten Eisendraht auf sechs Rollen, und ca. 1800 mGummifilzdrahtkabel zur Erdleitung auf drei Rollen, dazu die nöthigenIsolatoren und Werkzeuge sowie einen kleinen Morseschen Ajjparat(Schwarzschreiber) im Kasten nebst einer nassen Batterie (schwefel-saures Quecksilberoxydul mit feuchten Sägespähnen), die Monate langwirksam bleibt. Die Drähte werden beim Bau, wo es geschehen kann,direct vom Wagen abgerollt, und ebenso wieder hineingebracht, ent-weder mit Hilfe des einen Wagenrades, welches durch einen einfachenMechanismus die Drahtrolle bewegt, oder mittelst einer Auswechselungs-winde. Wird die Rolle getragen, so geschieht das Abwickeln mit einereinfachen Winde. Zum optischen Signalisiren werden bei Tage Flag-gen, während der Dunkelheit aber die Wagenlaternen benutzt,welche vorn mit beweglichen Jalousien versehen sind, -um das Lichtnach Bedarf abblenden zu können.

Zu einer Telegraphenabtheilung gehören zwei Stationswagen, vondenen jeder das Material zu zwei Stationen, zwei Stützenwagen mit150 Stützen und 20 Verlängerungsstangen enthält; sowie zweiMaterialienwasen von der oben beschriebenen Art.