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Gruppe XVI. Heereswesen.
England hatte nur in den Ausstellungen von Sir Armstrong undYavasseur einige dem Geniewesen angehörende Gegenstände aufzu-weisen, nämlich eine Anzahl verschiedenartig construirter Concussions-und Electro-Torpedos. Die letzteren sind in sinnreicher Weisewohl zuerst von demk. k. österreichischen General Baron Ebner vonEschenbach hergestellt und mit geringen Abweichungen dann bei denmeisten Seemächten angenommen worden. Die Zündung, welche ur-sprünglich dadurch erfolgte, dass ein elektro-magnetischer Strom einenPlatindraht innerhalb der Torpedoladung zum Glühen brachte, hattegewisse Uebelstände im Gefolge, sie ist durch General Baron vonEbner selbst und durch den bekannten amerikanischen HydrographenMaury erheblich verbessert worden, indem eine Unterbrechung dergeschlossenen elektrischen Leitung im Torpedo (Platindraht) eingeführtwurde. Diesen kleinen Zwischenraum überspringt der Strom unterBildung eines Funkens, welcher die Zündung bewerkstelligt. Um dieWirksamkeit unter allen Umständen zu sichern, unzeitige Explosionenzu verhüten, sind von beiden Constructeuren Anordnungen getroffenworden, durch welche der Zünder von dem elektrischen Funken nurdann erreicht werden kann, wenn das anzugreifende Fahrzeug gegenden Torpedo stösst und gleichzeitig die Leitung am Lande geschlossenwird. Nach Maury wurde zur Leitung ein aus feinen Platindrähtengebildetes Kabel verwendet, welches gestattet, durch einen äusserstschwachen Strom die Wirksamkeit des Apparates zu controliren underst bei Anwendung einer kräftigen Batterie zu zünden. Die meistenneueren Torpedoconstructionen basiren auf derartigen Principien.
Sir Armstron g hatte zwei Systeme solcher elektrischer Torpedosmit Kabeldrähten in geringen Modificationen ausgestellt. Nähere An-gaben über sie fehlten.
Vavasseur brachte eine grössere Sammlung, sie enthielt:
1. M’Evoy’s elektrischen Torpedo mit patentirten Kuppe-lungen, entweder durch Quecksilber oder durch Gewicht fungirend.
2. Singer’s automatischen Torpedo, verbessert durchCapt. M’Evoy, zur Hafenvertheidigung dienend.
3. Einen automatischen Flusstorpedo (M’Evoy’s System).
4. Einen elelc tr is chenP er cussionstorpedo (M’Evoy’s System).
5. M’Evoy’s patentirten elektrischen Zünder mit Graphit-kapseln oder Platindrähten.
6. M’Evoy’s patentirte Kuppelungen von Metall und vulcani-sirtem Kautschuk zur Kuppelung und Isolirung der elektrischen Kabel-und Drahtverbindung.
7. M’Evoy ’s patentirte Auskupp elung, welche die elektrischeYerbindung zwischen einer galvanischen Batterie und einem explo-direnden Torpedo oder einer Mine auslöst und gleichzeitig die Num-mer etc. des explodirten Sprenggeräthes anzeigt.