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Gruppe XVI. • Heereswesen.
kommen auftrat, erscheint er jetzt, sechs Jahre später, zu Wien in denmannigfaltigsten Gestaltungen und als der allein herrschende unter denKriegsgewehren. Wie ansehnlich aber die Wandelung in dieser Be-ziehung gewesen, erhellt schon daraus, dass seit dem Jahre 1867 nichtnur alle Armeen Europas das System ihrer Bewaffnung gewechselthaben, sondern dass auch seit 1870 dazu noch eine Menge von Abände-rungen und Verbesserungsversuchen getreten sind. Und noch ist fürdiese Bestrebungen kein Halt vorauszusehen.
Wiederum war es vorzugsweise die Privatindustrie, die dafür ge-sorgt hatte, dass sich in der Weltausstellung ein deutliches Bild überdie gegenwärtige Bewaffnung der Armeen entrollte, und dass auchdie Gewehrmodelle derjenigen Staaten, welche officiell keine Einsen-dung gemacht hatten, vorgeführt wurden. Allen voran standen darindie Lütticher Fabrikanten, die es sich zur besondei’en Aufgabe ge-steckt, in einer 84 Gewehre und sechs Revolver umfassenden Colleotiv-ausstelluug der wesentlichsten Hinterladersysteme einen Belag für dieso wohl bewährte Leistungsfähigkeit ihrer Etablissements zu geben.
Bei der Fülle des in Betracht kommenden Materials können dienachfolgenden Erörterungen, denen nur beschränkter Raum zur Ver-fügung steht, bloss diejenigen Gegenstände etwas näher berühren,welche wesentlich Heues darbieten und nicht bereits in der Fachlite-ratur eingehender geschildert worden sind.
Nordamerika.. Colts Patent Fire Arms ManufacturingCo. (Hartford in Connecticut). Die so wohl bekannte Firma hatteeine Menge Proben ihres Fabrikates eingesendet: Gewehre, Pistolenund Revolver, letztere jetzt ebenfalls als Hinterlader construirt undzum Theil aus Bronze gefertigt, um dem Rosten möglichst vorzubeu-gen. Die Waffen erschienen sauber, leicht und durabel (ihr eigen -thümlicher Verschluss wird durch eine um eine Achse beweglicheKlappe gebildet), haben sonst gegen früher keine Abänderung erfah-ren, besitzen keine Kapseln und entbehren der Einheitspatronen. DieColt’sche Fabrik, die sich übrigens auch mit Anfertigung von Geweh-ren nach fremden Systemen befasst, wovon Hinterlader nach Lindlayund ein solcher nach Berdan den Belag lieferten, ist eine der bedeu-tendsten Amerikas, sie hat während des Krieges an 3000 Arbeiter be-schäftigt.
Von Smith & Wesson (Springfieldin Massachusetts) lag einSortiment Revolver vor, gute, anerkennenswerthe Arbeit. SharpsRifle manufacturing Co. (Hartford) gab eine Menge Jagdflinten,Infanteriegewehre und Carabiner ihres verbesserten Systems, bei wel-chem der Verschluss durch einen senkrecht zur Rohrachse sich bewe-genden Block erfolgt, der durch den Griffbügel, in ähnlicher Weisewie bei dem Martini-Gewehre (Peabody), geleitet wird. Das System,