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Bd. 3, Abt. 2 (1874)
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Gruppe XVI. Heereswesen.

Waffen fanden. Von dem Guikowar von Baroda, jenem reichen,durch prunkvolle Feste und grossartige Thier kämpfe so bekanntenDynasten, stammte ein kostbares Panzerhemde, eine andere pracht-volle, mit Gold eingelegte, indischeRüstung war von Herrn Bourke(London) gestellt. Der Fürst von Travancore, der Rao von Kutchund B a b o S ri d h ur, S a h i Z e m i n d ar von M a uj h a hatten reich verzierteSchwerter und Dolche eingesendet. Die Localcomites führten eineganze Reihe von Gebrauchswaffen vor, so die Comites von Madras undvon Bengalen: Streitäxte, Lanzen, Schwerter, Dolche, das vonMysore: Coorgwaffen, das von Punjab: persische Waffen ausPeschavar, das vonlndore: Bogen undPfeile der Bheels u.a.m.

Alle diese Waffen bezeugten zur Genüge, dass die indischen Metall-arbeiten sich auf einer anerkennenswerthen Stufe der Vollkommenheitbefinden.

Niederländisch Indien. Eine interessante Sammlung indischerWaffen, Herrn Sloet van den Beele (Leiden) zugehörend, zeichnetesich durch Vielseitigkeit und Kostbarkeit aus. Zahlreich waren darinPrachtlanzen aus Java, in ziim Theil sonderbaren Formen mit dop-pelten und dreifachen Klingen, Pelletholzschäften, stattlich mit Goldund Silber montirt. Auch eine Reihe jener eigenthümlichen langenDolchwaffen (Kris) mit goldenen, figurenreichen, mit Diamanten besetz-ten Scheiden, dann verschiedene Degen, Weddoengs ir. s. w. mit zumTheil vorzüglichen Klingen Hessen einen umfänglichen Einblick in dieBewaffnungsart jener Volksstämme des fernen Ostens gewinnen.

Türkei, Aegypten, Tunis, Marocco. Der einem besonderenkleinen Pavillon anvertraute Schatz des Sultans enthielt ebenfallseine ganze Anzahl orientalischer Waffen, die aber mehr durch Kostbar-keit ihrer äusseren Ausstattung als durch Güte der Arbeit hervortraten.Für die bekannte Leistungsfähigkeit einheimischer Waffenschmiedesprachen ausserdem eine Menge von Proben. Die ottomanischeRegierung führte sie vor in einer grösseren Collection von Säbeln,Dolchen, Yataganen, Hantscharen, Messern u. s. w. Damas-cenerklingen waren auch noch von einzelnen Privatfabrikanten(Halil-Aga, Abdoullah etc.) eingesendet worden.

Eine schöne Sammlung vorzugsweise älterer Waffen stammte vonG. Posno in Kairo. Sehr interessante Schaustücke, reich verziertekostbare Säbel, Dolche, Yatagans u. s. w. lieferten die tunesischenGrossen Sidi Mustafa Hasnadan und General Houssein. Auchvon Marocco lagen blanke Waffen verschiedener Art aus.

Persien brachte ebenfalls in einem reichhaltigen Sortiment die soeigengearteten Waffen des Landes zur Schau: schöne Damascenersäbel