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Section II. Allgemeine Bewaffnung etc.
zeugt. Der durch dieses Zeit beanspruchende, aber sehr sorgfältigeVerfahren erlangte Grad der Elasticität und Härte ist bewunderns-werth. Die von der Jury vorgenommene Erprobung der Klingen imEisenhauen bezeugte die Vorzüglichkeit des Materials. Von der vor-handenen reichen Auswahl der Seitengewehre, die ein vollständiges Bildüber die in der Armee benutzten Seitengewehre gab, sind zu erwäh-nen: die Säbel für die leichte Cavallerie mit hohlgeschliffenen, leichtgekrümmten Klingen, Säbel für Gendarmens, Pallasche mit vollen zwei-schneidigen Klingen, sämintlich mit Stahlkörben, dann Säbel für Offi-ciere mit verzierten, durchbrochenen, vergoldeten Körben, endlichelegant ausgestattete Galadegen für Marineofficiere, für Generalstabs-officiere und Artillerieofficiere, die letzteren schwertförmig mit Leder-scheiden. Hohes Interesse erregten auch die von Spanien im Pavillonund in der südlichen Qnergallerie 3 A. des Industriepallastes ausge-stellten älteren Armaturgegenstände und neueren Luxuswaffen. Beson-ders verdienen an Pracht- und Meisterstücken mittelalterlicher Arbeitgenannt zu werden die aus der armeria real zu Madrid entlehntenRüstungen Kaiser Carl’s V., König Philipp’s II., Philipp’s III., und einHelm von Boabdil, dem letzten maurischen Könige von Granada. Engangeschlossen an solche älteren Vorbilder standen neuere Erzeugnissespanischer Meister. Au solchen Kostbarkeiten waren namentlich zubewundern: die prachtvollen damascirten Stahlarbeiten vonAlvarez zu Toledo, darunter z. B. die Nachbildung eines maurischenSchwertes Boabdil’s in reichster Ornamentik, ferner ein Degen mitkunstvoll in Eisen geschnittenem, goldausgelegtem Griff, ein Schildin getriebenem, dunkel angelassenem Eisen mit Goldbelegung u. a. m.
Eine Fülle von blanken Waffen zu Schutz und Trutz, meist ältererArt, von verschiedentlicher Güte, vielfach ausgezeichnet durch kost-baren Schmuck an Gold, Perlen und Edelsteinen, hatten die Reiche desOrients eingeliefert. In historischer und ethnographischer Beziehungsind diese Waffen interessant, für das moderne Kriegswesen besitzensie und selbst diejenigen unter ihnen, welche sich noch heut zu Tageim Gebrauche des Volkes befinden, jedoch nur geringen Werth. Eskönnen ihnen daher hier nur wenige Worte gewidmet werden, um somehr als ihrer wohl in dem Berichte über die VII. Gruppe, in welchersie Aufnahme gefunden hatten, näher gedacht werden wird.
Britisch Indien. Die angesehensten der einheimischen Fürstenund besondere Localcomites für die einzelnen Provinzen hatten sichangelegen sein lassen, dafür zu sorgen, dass Indien auf der Weltausstel-lung einen hervorragenden Platz einnähme. Die VII. Gruppe (Metall-industrie) war namentlich mit einer Menge von Schaustücken inländi-scher Arbeit bedacht, durch Kostbarkeit und sorgsame Ausführungausgezeichnet, unter denen sich auch schöne Gebrauchs- und Luxus-