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Bd. 3, Abt. 2 (1874)
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Gruppe XVI. Heereswesen.

in der Maschinenhalle aufgestellt. Die Feuerung war bei ihm mittenzwischen zwei langen kupfernen Kesseln angebracht.

Die Idee, die allen diesen transportabeln Feldküchen zu Grundeliegt, ist an sich eine wohl berechtigte. Es ist eine harte Aufgabe, diean den Soldaten herantritt, nach langem, ermüdendem Marsche, nachanstrengendem Dienste auf Vorposten, ja selbst nach dem Gefechte,anstatt sich der Ruhe hingebenzu können, der Bereitung der Nahrungs-mittel stundenlange Sorgfalt widmen zu müssen. Diesem Missstandesoll durch Einführung der Feldküchenwagen, die selbst während desFahrens das Kochen der Speisen vornehmen können, abgeholfen wer-den. Und doch muss dieser Vorschlag als nicht ausführbar bezeichnetwerden. Nicht ausführbar, weil daran gedacht werden muss, den Train,der ohnehin schon zu bedeutende Dimensionen gewonnen hat, eher zuverringern als noch zu vermehren. Mit einigen wenigen Küchen-wagen wäre überdies der Armee nichts gedient. Wie sollten sie über-haupt rangfrt und placirt werden, um unter allen Umständen zeit-gemäss zur Benutzung kommen zy können? Auch schon im Interessemöglichster Selbstständigkeit der Truppen, die sich herunter bis auf deneinzelnen Mann erstrecken muss, kann der Einführung von Küchen-wagen nicht das Wort geredet werden. Für Feldlazarethe, Kranken-transporte und dergleichen mögen sie immerhin eine gewisse Brauch-barkeit haben. Daher sind die meisten der ausgestellten Feldküchenauch dem Gebiete der Militairsanität zugewiesen worden.

In der Section fand sich endlich noch Gelegenheit, die von Russlandin der IV. Gruppe vorgeführten Suppenconserven des ProfessorsKittary, deren Ilauptbestandtheil mit Fleischextractpräparirte Kartoffel-grütze bildet, näher kennen zu lernen. Diese Conserven liefern inkochendem Wasser binnen 25 Minuten äusserst schmackhafte und jenach den sonstigen darin enthaltenen comprimirten Beigaben, verschieden -artigeSuppen (Sauerkohlsuppe,Pilzsuppe,Rübensuppe, Gemüsesuppe etc.).In Russland sollen diese Suppenconserven schon in ausgedehnterWeiseversucht und benutzt worden sein. Auch die jüngst nach Chiwa ent-sendeten Truppen sind mit 200 000 Portionen davon ausgestattetgewesen.

Trotz aller ihrer Vorzüglichkeit werden solche Suppen aber dieBeigabe einer derberen Kost nicht entbehrlich machen.

Die Wichtigkeit des hier berührten Gebietes lässt es gerechtfertigterscheinen, noch eine kurze Umschau zu halten über diejenigen dieSection interessirenden Gegenstände, welche in anderen Gruppen Stellunggefunden haben. Eine solche Umschau findet namentlich in der IV. Gruppebeiden conservirten Nah rungsmittein ein ergiebiges Feld.

!) Vergl. Prof. Dr. C. E. Tliiels Bericht über Section 4. der IV. Gruppe,Bd. I, S. 285.