Druckschrift 
4 (1826)
Entstehung
Seite
356
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Z56

Eine Mulde, im gewöhnlichen Sinne, kann mandiese Vertiefung nicht nennen, da auf mehreren Punk-ten, besonders an der südwestlichen Seite, das Grau-wackengebirge fast senkrecht abgeschnitten über den Ba-salt hervorragt. An den Scitenwänden der hervorragen-den Schichten des Grundgebirges, läßt sich weder eineVerrückung, noch sonst eine Veränderung in seinemStrukturverhältniß wahriiehmcn. Alles ist hier in sei-ner ursprünglichen vollkommenen Ordnung, das Streichender Schichten unvcrrückt von Ost in Westen mit südli-chem Einschicßcn, wie allerwärts in hiesiger Gegend.In der Sohle ruht hier der Basalt auf einer schwachenLettenlage von blauer Farbe, in vollkommener Tren-nung von der Unterlage, säulenförmig zerspalten undauf der Lettcnlage absetzend.

Mannichfaltig, wie die Lagerung, ist auch die Struk-tur des Gesteins. In ganz geringen Entfernungenam Mühlenberge sicht man den Basalt bald säu-lenförmig, bald kugelförmig, in formlosen Massen, vonZerklüftungen nach unzähligen Richtungen und in allenmöglichen Lagen durchsetzt. Viele dieser Zerklüftungensind mit Bol oder Thon ausgefüllt, viele sind ganz leer.

Auf manchen Punkten , besonders nach dem südli-chen Endpunkte, ist er klingend fest, dicht, von dunke-lcrn Farben und wenig oder gar nicht zur Verwitte-rung geneigt; auf andern ist er weniger fest, durchlö-chert, in wackcnartigen Mandelstein übergehend, von lich-ter» Farben und in einem hohen Grade verwiltcrbar.Niemals und in keiner Abänderung fehlen ihm Olivinund Augit in Körnern eingewachscn,, letzter» enthält er ingrößter Menge. Glasigen Feldspath fand ich nur ein einzi-gesmal in jenem weniger leicht zerstörbaren Basalte. Häu-