Blei.
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Kupferarbeit ging. Man batte dieses Verfahren als sehr vortheilhaftfür das Silberausbringen erkannt, wusste jedoch, dass 8 bis 9 p.C.Blei verloren gingen, obwohl die Oefen mit dunkler Gicht arbeiteten,denn ausser dem verschlackten Theil wurde viel Blei verflüchtigt.
Versuche, Flammöfen einzuführen, waren misslungen, weil dieMassen wegen des vorhandenen Quarzes, des Spatheisensteins und an-derer Begleiter zum Sintern und Schmelzen sehr geneigt waren, wodurchdas Rösten auf dem Herd zur Unmöglichkeit wurde.
Man kehrte also wieder zum Schachtofenbetrieb zurück und ver-mied den Zusatz metallischen Eisens dadurch, dass man die eisenreichenUnterharzer Schlacken statt dessen verwandte, welche mehr als 50 p. C.Eisen enthalten und beim Verschmelzen an sich eine Art Roheisenliefern, wobei ihr Kupfergehalt überdies sich verwerthen liess.
Fast zu gleicher Zeit wurden Versuche gemacht, das Schmelzenin den von Rachette construirten Oefen durchzuführen. Ein solcherOfen, länglich-viereckig, an den Längsseiten nach oben sich erweiternd .und an jeder derselben mit fünf Wasserformen versehen, wurde nachArt eines Eisenhohofens gichtenweise beschickt. Der Erfolg war einsehr günstiger, das Bleiausbringen stieg auf 92p.C., während der Stein-'nur 8 p. C., die Schlacke nur 0'2 p. C. Blei enthielten. Demzufolge wurdedies Verfahren seit 1867 auf den Hütten von Clausthal, Altenau undLautenthal eingeführt J ).
Der Raehette-Ofen hat aber für den Betrieb seihe Mängel, welchebesonders in der Form des Schachtdurchschnitts liegen, in dessen Eckendie Temperatur nicht hoch genug steigt. Es war daher eine wesent-liche Verbesserung, als auf den Vorschlag von Käst runde Oefen mitvier oder fünf Formen eingeführt wurden, welche mit den Rachette-Oefen den nach oben sicli erweiternden Schachtdurchschnitt gemeinhaben, was ein langsameres Aufsteigen des Gases bedingt. Da auchbei ihnen die Gicht vollkommen kalt bleibt, so bildet sich nur sehrwenig Flugstaub und der Bleiverlust durch Verflüchtigung ist auf einMinimum reducirt.
An Stelle der Unterharzer Kupferschlacken hat man später ge-rösteten Stein benutzt. Die Zusammensetzung der bei dem ganzenProcess fallenden Steine und Schlacken scheint von derjenigen derfrüheren Producte nicht wesentlich verschieden zu sein, nur fällt derStein jetzt bleiärmer aus. Dagegen zeigt das Hauptproduct, das Werk-blei, gegen früher einen grösseren Gehalt an Kupfer, einen geringerenan Antimon. Durch die jetzt eingeführte Zinkentsilberung wird indessendas Kupfer fast vollständig aus dem Blei abgeschieden.
’) S. Perc 3 r ’s Metallurgie, deutsche Bearbeitung III, 253, 358.
Wienei- Weltausstellung. III.
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