Nickel und Kobalt.
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Wird ein Gemisch von Bariumsulfat und Quarzsand erhitzt, sogehört starke Weissgluth dazu, dass Schwefelsäure ausgetriehen werdeund sieh kieselsaures Barium bilde; giebt man aber zu dem GemischSchwefeleisen, so findet schon bei Rothgluth unter Entwickelung vonschwefliger Säure die Bildung eines leicht schmelzbaren Eisenbarium-silicates statt. — Schwefelkobalt und Schwefelnickel wirken zwar ingleicher Art, jedoch ungleich schwächer, und sobald Schwefeleisen vor-handen ist wird dieses vor Allem zersetzt, ehe Schwefelnickel durchden Schwerspath verschlackt wird.
Bei der Eisenentfernung im Grossen wird der rohe eisenhaltigeStein im Flammenofen mit einem Gemisch von 2 Theilen feinemSchwerspath und 1 Theil Quarzsand eingeschmolzen und zwar sindfür 1 p. C. im Steine enthaltenes Eisen 18 bis 19 p. C. des Schwer-spatligemisches erforderlich. Schmilzt man kupfer- und eisenhaltigeArsenverbindungen von Nickel und Kobalt mit diesem Gemisch ein, soscheidet sich Schwefelkupfer ab und Eisen wird mit dem Baryt ver-schlackt, es scheint sich hier zuerst das Arseneisen mit dem Baryt unterBildung von Schwefelbarium zu zerlegen, welches sich mit dem vor-handenen Arsenkupfer unter Entweichen von Arsen in Schwefelkupferumsetzt.
Bei Stolberg in der Nähe von Aachen findet man eine Art eisen-haltigen Schwcrspathes, der für diese Reinigung sehr gut zu verwendenist, um so vortheilhafter, als er beim Erhitzen im Flammenofen zuPulver zerfällt, das Zerkleinern desselben also nur geringe Kostenverursacht.
Rud. Wagner 1 ) schlug vor, die oxydirende Wirkung des Chili-salpeters für die Entfernung des Eisens, Schwefels und Arsens auseisenhaltigen Nickelsteinen und Speisen zu benutzen. — Bei arsen-haltigen Producten steht diese Methode der meist gebräuchlichen,d. i. Rösten der eisenfreien Arsenmctalle und nachheriges Erhitzen mitSalpeter und Soda nach, weil bei der Wagner’schen Methode in Folgeder stetigen Reduction eines Theils Arsenik aus dem arsensaurenNatron durch Kupfer und Nickel das Arsen nie ganz entfernt werdenkann; bei schwefelhaltigen Producten hat Verfasser durch die Wag-ner’sche Methode das Eisen nicht so vollständig entfernen können,wie dies technisch nöthig ist, wahrscheinlich weil durch das Schmelzenmit Salpeter der Schwefel leichter als das Eisen oxydirt wird und dasEisen der einmal gebildeten Eisennickellegirung durch Salpeter sich,wenn überhaupt, nicht viel leichter, als das Nickel oxydirt 2 ). Dagegenkann die Wagner’sehe Methode dann mit Vortheil angewendet wer-
1 ) Wagner, Berg- u. Hüttemn. Ztg. 1870, 134. 2 ) Möglicher Weise
konnte das Resultat wohl davon abliängen, dass gleichzeitig die nötliigeMenge Kieselsäure vorhanden ist, um das gebildete Eisenoxydul zu binden.