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3,1,1 (1875) Chemische Industrie : mit einem Rückblick auf die Entwicklung der chemischen Industrie während des letzten Jahrzehends
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Mangan.

die reducirtcn Metalle vor Oxydation schützt. Derselbe hat sich eben-falls sein Verfahren patentiren lassen. Ferner wurden im Jahre 1S70den Herren J. G. Willans 1 ) und J. Brown *) Patente auf Ferromanganertheilt, jedoch enthalten dieselben keine wesentlichen Abweichungenvon den bereits angeführten Methoden, so dass deren Beschreibunghier füglich umgangen werden kann.

Das Ferromangan enthält ausser Mangan und Eisen noch Kohle,Silicium und manche andere Stoffe, die durch Verunreinigungen derangewandten Mineralien hineingerathen sind. Als Beispiel möge hierdie Analyse einer von den Eisenwerken von Iteschitza erzeugten Le-girungPlatz finden, für welche Sturm 3 ) die folgende Zusammensetzunggegeben hat:

C Si P S Cu Mn Fe

6-21 0'28 0'06 Spuren 014 6964 23'45

Manganverbindungen als Anstrichfarben. Der Braunsteinsowie das künstlich erhaltene Mangansuperoxyd haben in den letztenJahren auch zur Darstellung von Farbstoffen, besonders Anstrichfarben,gedient. Schon durch blosses Erhitzen an der Luft entsteht nach T.Rowan 4 ) eine gute braune Farbe, bei sehr massigem Erhitzen eineschwarze. Beide Farben lassen sich auch direct ans Manganchlorid(dem Rückstände hei der Chlorfabrikation) erzeugen.

Ein als Anstrichfarbe wohlgeeignetes grünes Pulver resultirt, wennMangancarbonat (ebenfalls aus den Chlorbereitungsrückständen durchFällen mit Alkalicarbonat erhalten) unter Luftabschluss in einem ver-schlossenen Gefässe erhitzt wird. Man bewerkstelligt den Abschlussder Luft, indem man eine an dem Gefässe angebrachte Ansatzröhremit Kohle lose ausfüllt, so dass wohl Gase und Dämpfe aus demInnern entweichen, aber keine Luft eintreten kann.

Die schöne violette Farbe, die einer Phosphorsalzperle durch Man-ganoxyd ertheilt wird, brachte Leikauf 8 ) auf die Idee, aus Phosphor-säure und Manganoxyd ein violettes Pigment darzustellen. Zu diesemZwecke schmilzt er Braunstein, oder besser ein auf irgend eine Weisekünstlich erhaltenes Manganoxyd mit Phosphorsäure und kocht die er-haltene Masse mit Ammoniak oder Ammoniumcarbonat aus, wodurchein Theil des Manganoxyds niedergeschlagen wird. Man filtrirt dieFlüssigkeit vom Niederschlage ab, und verdampft das Filtrat zur Trockne.Hierauf wird die trockene Salzmasse abermals geschmolzen und nachdem Erkalten mit Wasser ausgekocht. Es hinterbleibt die gesuchte

) J. G. Will ans, Ber. cliem. Ges. 1871, 287. a ) Brown, Ebendas.288. 3 ) H. Sturm, Berg- und Hüttenm. Jahrbuch 1873, 21; Deutsche

Industriezeit. 1872, 398. 4 ) T. Bowan, Ber. cliem. Ges. 1871, 856.

B ) Leikauf, Deutsche Industriezeit. 186, 428 und 376. Dingl. pol. J.CXC, 70.

Wiener Weltausstellung. III.

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