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und soll durch. Verbrennen des ersteren eine höhere Temperatur er-zielt werden 1 ).
Wie bereits angedeutet wurde und weiter unten noch ausführ-licher besprochen werden soll, wendet man bei demBessemerprocess inSturzöfen zwei principiell verschiedene Methoden an; nämlich die derpartiellen Entkohlung und die der Rückkohlung. Bei derersteren wird der Process nach Beendigung der Kochperiode unter-brochen, wenn das Metall sich im Zustande des Stahls befindet; bei deranderen dagegen wird die Charge todtgeblasen, d. h. aller «Kohlenstoffentfernt und erst durch den Zusatz von Spiegeleisen die erforderlicheDosis davon wieder hineingebracht. Die Entkohlungsmethode wird beimaganreichem Roheisen viel in Deutschland und Oesterreich angewen-det, ebenso fast ausschliesslich in Schweden bei den feststehenden älte-ren Convertor-Oefen.
Ueber die schwedische Methode, welche nur mit reinem Holzkohlen-roheisen ausgeführt wird, mögen hier einige Worte folgen. Bei derselbenwird das geschmolzene Roheisen immer direct dem Hohofen entnommenund zwar in Mengen von 50 bis 90 Ctr. für eine Charge. Zwei Sor-ten desselben bestehen nach Aspelin 2 ): a.graues, b. zweidrittelhalbirtesvon Fagersta aus.
ocC ßC Si P S Mn
a. F012 3-527 0'854 0'031 O'OIO F919
b. 2-138 2-773 0‘641 0'026 0-015 2'926
Die angewendeten Oefen haben 6 bis 7 Düsen mit je 6 bis 7 Lö-chern und werden mit Wind von 200 bis 300 Linien Quecksilber Druckversehen; die Dauer einer Charge beträgt von 4 bis 10 Minuten undist bedeutend abgekürzt, weil die dritte Periode und der Zusatz vonSpiegeleisen wegfällt, dann aber auch, weil bei dem geringen Silicium-gehalt die Kochperiode meist viel früher eintritt, als bei dem grauenenglischen Eisen. Im Uebrigen ist der Verlauf des Processes ein ähn-licher. Auf einigen Werken wird nach beendetem Blasen noch ein oderein paar Procent Spiegeleisen oder von dem gebrauchten Roheisenselbst zugesetzt, wenn man einen besonders harten Stahl haben will.
Phosphorhaltiges Roheisen ist am wenigsten zum Bessemerpro-cesse geeignet, wie man nicht nur mit dem Cleveland-Roheisen in England,sondern auch mit dem Roheisen von Königshütte in Oberschlesien er-fahren hat, wo zwar die Stahlerzeugung mit englischem Ilämatitroh-eisen ganz gut, mit dem Königshüttener aber, für welches die Bessemer-anlage erbaut war, gar nicht ging, indem stets ein phospliorhaltiges,kaltbrüchiges Product erhalten wurde 3 ). Um ein für den Process brauch-
J ) B. Pfeiffer, Berg- u. Hüttemn. Ztg. 1868 121 ; Brunner, Oesterr.Zeitsehr. f. Berg- u. Hüttenw. 1869, Nr. 23. 2 ) Aspelin, Engineering
1867, June, 627. s ) Wedding,. Preuss. Zeitschr. f. Berg-, Hütten- u.Salinenw. XIV, 155.