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Gruppe III. Chemische Industrie.
den Minerals sind Kieselsäure, Thonerde und Magnesia. Clouet 1 ),der eine ganze Reihe Von Analysen des Erzes von dem verschieden-sten Herkommen ausführte, fand bis zu 43‘40 p. C. Bergart als verun-reinigende Beimengung.
Der Gehalt an Eisenoxydul wechselte von 18‘18 bis 48'46 p. C.,der des Chromoxyds schwankte zwischen 31'48 bis 58'00 p. C.
Von der begleitenden Bergart abgesehen ist der Chromeisensteinstets eine dem Spinell analog zusammengesetzte Verbindung. DasChromoxyd des Minerals kann durch andere Sesquioxyde, wie Eisen-oxyd und Thonerde, das Eisenoxydul durch andere Monoxyde, wie
Magnesia, vertreten werden.
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Verarbeitung des Chromeisensteins. Dieses Mineral, dieQuelle aller Chrompräparate, wird zunächst in das Chromat des Ka-liums oder auch wohl des Calciums verwandelt.
A. W. Hofmann 2 ) giebt in seinem Ausstellungsberichte ein-gehende Nachrichten über die allmälig in diesem Processe zur Geltunggekommenen Verbesserungen. Vor 1820, als man das Kaliumbichromatnur zur Darstellung des Chromgelbs anwendete, wurde es durch Cal-ciniren des Minerals mit dem kostbaren Salpeter dargestellt. Alsjedoch im genannten Jahre K ö c. h 1 i n das Kaliumbichromat in die Türkisch-roth - Färberei einführte, und auch bald andere Anwendungen in denverschiedensten Zweigen der Industrie folgten, wurde der Verbrauchdes Salzes bald ein so bedeutender, dass dadurch der Impuls zurVerbesserung dieser verhältnissmässig theueren Darstellungsmethodegegeben war. Man ersetzte zunächst den Salpeter durch Potasche, undoxydirte den Chromeisenstein in einem geeigneten Ofen mit Hilfe desatmosphärischen Sauerstoffs. Ein wesentlicher Fortschritt wurde zu-nächst von Stromeyer in Norwegen gemacht, welcher der Potascheeine geeignete Menge Kalk zusetzte. Es wird hierdurch nicht nur anAlkali gespart, sondern die Oxydation wird auch wesentlich erleichtert, in-dem die Mischung im Ofen eine breiige Consistenz annimmt, in Folge derenman die Oberfläche von Zeit zu “Zeit erneuern und so nach und nachdie ganze Masse dem oxydirenden Einflüsse des atmosphärischen Sauer-stoffs aussetzen kann. Bei Anwendung von Alkali allein schmilzt dieMasse zu einer dünnen Flüssigkeit, in welcher das Mineral zu Bodensinkt und so dem oxydirenden Einflüsse der Luft entzogen wird.
Zur Darstellung des Kaliumbichromats verfährt man in der Regelfolgendermaassen: der Chromeisenstein wird, nachdem er geglüht, ge-
J ) Clouet, Ann. cliim. pliys. [4] XVI, 90. Dingl. pol. J. CXCIII, 33. Wagn.jahresber. 1869, 300. 2 ) A. W. Hofmann, Reports by tlie Juries 1863,
73 bis 75.