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3,1,1 (1875) Chemische Industrie : mit einem Rückblick auf die Entwicklung der chemischen Industrie während des letzten Jahrzehends
Entstehung
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lieber Chroinverbindiingen.

Von Dr. Jul. Uppenkamp,

Assistenten am Universitätslaboratoriuin zu Berlin.

Sämmtliche Chrompräparate, welche uns von der Industrie ge-liefert werden, haben ihren Ursprung im Chromeisenstein. AndereMineralien, wie das Rothbleierz, sind zwar von hohem wissenschaft-lichen Interesse, für die Technik jedoch von keiner Bedeutung.

Vorkommen. Der Chromeisenstein findet sich fast in allen Län-dern. Daubree x ) erwähnt nls Fundorte dieses Minerales Alt-Orsowaim Banat, Norwegen, welches jährlich circa 160 000 Kg nach Ham-burg und Holland ausführe, die Umgegend von Jekaterinenburg, wodas Mineral in ungeheueren Blöcken vorkomme, -ferner Griechenlandund verschiedene Gegenden Amerikas. Schliesslich macht er noch aufdas an Chromoxyd sehr reiche Erz von Neu-Caledonien aufmerksam.Es ist übrigens auch noch das auf den shettländischen Inseln vor-kommende Mineral zu erwähnen, da es in beträchtlicher Menge ver-arbeitet wird.

Der Chromeisenstein findet sich meist derb in krystallinischenMassen, die einen unvollkommen musekligen Bruch haben. Er kommtjedoch auch in Krystallkörnern vor, z. B. in dem Mineral von Ile-ä-Vaches.Die Krystalle gehören dem tesseralen System an, und ihre Kernformist das Oetaeder. Das Mineral ist von wechselndem Aussehen, fett- bismetallglänzend, eisen- bis pechschwarz. Es kommt niemals auf Gängenoder Lagern vor, sondern findet sich immer in Nestern zu mehr oderweniger grossen Massen im Muttergestein eingeschlossen. Sehr häufigkommt dasselbe mit Serpentin und dem denselben begleitenden Talk-und Chloritschiefer vor.

Die gewöhnlichsten Verunreinigungen des im Handel vorkommen-

^-Dauhröe, Rapport du Jury intern. Paris 1868, V, 186.

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