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Gruppe III. Chemische Industrie.
werden, wobei die Thonerde gallertartig wird. Diese Operation wirdindess nicht vorgenommen, sondern die Thonerde wird, nur von deranhaftenden Lauge befreit, mit verdünnter Schwefelsäure vermischt undsodann zur Klärung einige Zeit der Ruhe überlassen. Die klare Lösungwird zur Syrupsconsistenz eingedampft und in Formen gegossen, inwelchen sie zu Platten von porcellanartigem Aussehen erstarrt. Diesist der „concentrirte Alaun“ des Handels.
Die Thonerde enthält, weil sie in Natriumhydrat gelöst war, nurSpuren von Eisen ID'Ol Proc.). Das Präparat enthält auch keine freieSchwefelsäure. Es wird in verschiedenen Qualitäten mit einem Thon-erdegehalt von 12 bis 20 Proc. dargestellt. Nur die letztere Sorte,welche allein aus Kryolith gewonnen werden kann, ist so porös zu er-halten, dass sie leicht aufgelöst werden kann. Die Nachfrage nachdiesem Präparat, welches man in den letzten Jahren in Oeresund aus-schliesslich dargestellt hat, ist grösser als die Gewinnung.
Die Fabrik verarbeitet jährlich 40 000 Centner Kryolith, dessenWerth in den nordeuropäischen Häfen zu 3 bis 3y 2 Rigsdaler pro Cent-ner zu veranschlagen ist. Die Concurrenz mit der billigeren Kochsalz-soda sowie mit den Thonerdepräparaten aus Bauxit hat natürlich ihreWirkung auf die Fabrik ausgeübt, welche ausser Thonerdesulfat etc.,krystallisirter und calcinirter Soda auch Natriumbicarbonat, kaustischesNatron sowie ihren eigenen Bedarf an Schwefelsäure fabricirt.
Ferner ist es gelungen, Verwendung für den Flussspathabfall zufinden, nicht'nur, wie oben erwähnt, als Zusatz zu der Mischung vonKryolith und Kreide, sondern auch zur Fabrikation von Glas sowie vonEmail für Steingut und Thonwaaren.
Der Abfallflussspath besteht nach Hrn. Iiagemann 1 ) aus:
Fluorcalcium .
Calciumcarbonat
Kalk.
Kalium carbonatNatriumcarbonatMagnesia . . .
Kieselsäure . .
Eisenoxyd . .
Thonerde . . .
Wasser. . . .
Anfangs fand er in der Glasfabrikation nur als Flussmittel Ver-wendung. Es stellte sich aber bald heraus, dass seine Anwendung nichtnur insofern vortheilhaft war, als der Glassatz leichter schmelzbar wurde,
x ) Hage mann, „Om Fluor Forbindelsernes Betydning for Glasindustrien“in Tidskrift for anwendt Cliemi. 5. Jalirg. 1874, 353.
62'01 Proc.11-89 „
5-62 „
0-37 „
3-94 „
0- 93 „
3-78 „
5-00 „
5-00 „
1- 45 ..