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3,1,1 (1875) Chemische Industrie : mit einem Rückblick auf die Entwicklung der chemischen Industrie während des letzten Jahrzehends
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Aluminium und Aluminiumverbindungen.

wird heiss gepresst und zu Platten ausgewalzt, deren Vorderfläche diegoldähnliche Aluminiumbronze bildet, während das Kupfer auf derHinterfläche zur Aufnahme des Weichloths dient. Die Plattirung lässtsich auch durch galvanischen Kupferniederschlag auf der Rückflächeder Bronzeplatte ersetzen.

Ausser mit dem Kupfer legirt sich das Aluminium auch mit denmeisten anderen Metallen. Mit Blei verbindet es sich, ebenso wie dasEisen, nicht. Hr. R. Wagner 1 ) macht deshalb auf die Möglichkeiteiner künftigen Anwendung des Aluminiums zur Entsilberung desWerkbleies aufmerksam.

EineLegirung von 100 Thln. Aluminium und 5 Thln. Silber lässtsich wie reines Aluminium verarbeiten, ist aber härter als dieses undnimmt eine schöne Politur an. Eine Legirung aus 5 Thln. Aluminiumund 100 Thln. Silber ist fast so hart wie das gemünzte Silber und hatvor letzterem den Vortheil, dass es kein giftiges und die Farbe desSilbers veränderndes Metall enthält. Es ist eine solche Legirung zuMünzzwecken, wiewohl vergeblich, empfohlen worden.

Scheidemünzen aus reinem Aluminium, das sich vortrefflich prägenlässt, würden wegen ihrer Leichtigkeit Verwechselungen und Betrugunmöglich machen. Aber abgesehen davon, dass der Preis des Alu-miniums bei vermehrter Darstellung wohl noch erheblichen Schwan-kungen unterworfen sein würde, mag noch ein Hauptgrund gegen dieAnnahme von Aluminiummünzen der sein, dass das Publicum denBegriff der Schwere von dem Begriff eines werthvollen Metalls imAllgemeinen nicht zu trennen vermag.

Aluminium, mit 4 p. C. Silber legirt, verwendet der MechanikerHr.Sartorius in Göttingen zur Herstellung von Wagebalken für ana-lytische Wagen, die wegen ihrer Leichtigkeit und Unveränderlichkeitvon ausgezeichneter Güte sind.

Die Legirung von 99 Gewthln. Gold und 1 Gewthl. Aluminiumist sehr hart, aber doch dehnbar; ihre Farbe ist der des grünen Goldesähnlich. 90 Gewthle. Gold und 10 Gewthle. Aluminium geben eineweisse, spröde Legirung.

Von den Verbindungen des Aluminiums mit Zinn ist die mit7 p. C. Zinn hervorzuheben, welche sich gut verarbeiten und polirenlässt; versucht man sie zu giessen, so trennt sich ein Theil des Zinnsvom Aluminium.

Eine Legirung mit 3 p. C. Zink ist nach Debray härter alsreines Aluminium, aber gleichwohl sehr dehnbar und glänzend.

Ein Tausendstel Wismuth macht nach Tissier das Aluminiumglasspröde.

Mit Quecksilber legirt sich das Aluminium ohne Weiteres nicht,

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*) Wagn. Jahresber. 1865, 24.