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Aluminium und Aluminiumverbindungen.
eine sichere Garantie ihres Bestehens in der Verwendung des Metallsau Aluminiumlegirtingen, welche wegen ihrer ausgezeichnetenEigenschaften der ausgedehntesten Anwendung fähig sind.
Das Aluminium legirt sich mit den meisten Metallen direct, meistensunter starker Erhitzung, die sich bis zur Feuererscheinung steigernkann. Kleine Mengen fremder Metalle influiren auf die Eigenschaftendes Aluminiums, während umgekehrt auch geringe Mengen von' diesemverändernd auf die Eigenschaften anderer Metalle wirken.
Von der grössten technischen Bedeutung sind die Legirungen desAluminiums mit dem Kupfer, die Aluminiumbronzen. Schon lp.C.Aluminium zu reinem Kupfer gesetzt, vermehrt nach Tissier 1 ) be-trächtlich die Zähigkeit des letzteren, erleichtert das Schmelzen undgiebt ihm die Eigenschaft, die Formen vollkommen auszufüllen undeinen dichten nicht blasigen Guss zu liefern. Zugleich wird das Kupferwiderstandsfähiger gegen chemische Agentien, gewinnt an Härte ohnean Hämmerbarkeit einzubüssen und vereinigt in sich die technischwerthvollsten Eigenschaften der Bronze und des Messings. Die Farbeder Legirung ist fast kupferroth.
Eine Kupferlegirung mit 2 p. C. Aluminium wird in den Werk-stätten des Hrn. Chr istofle in Paris zu Kunstgegenständen verarbeitet.Sie lässt sich gut mit Grabstichel und Meissei behandeln.
Die eigentlichen Aluminiumbronzen, d. k. Legirungen von 90 bis95 p. C. Kupfer mit 10 bis 5 p. C. Aluminium, sind nach Hrn. K. Wag-ner 2 ) zuerst von Hrn. John Percy im Jahre 1855 erhalten worden.Sie wurden durch die Untersuchungen des Hrn. Deville 8 ) allgemeinbekannt.
Zur Darstellung dieser Legirungen muss völlig reines Kupfer,z. B. auf galvanischem Wege gefälltes oder gediegenes Kupfer vomLake superior verwendet werden. Gewöhnliches käufliches Kupfer giebt,vermutklich wegen der Gegenwart von Eisen, nur ungenügende Resul-tate. Wenn man in geschmolzenes Kupfer ein Neuntel seines GewichtsAluminium einträgt, so vereinigen sich beide Metalle energisch untersolcher Wärmeentwickelung, dass der Tiegel, wenn er nicht vorzüglichfeuerfest ist, erweicht und zusammensinkt. Das von Hrn. Benz on 4 ) ange-gebene Verfahren, die Bronze durch Glühen von Kupferoxyd oder feinzertkeiltem metallischen Kupfer, Thonerde und Kohle, am besten Thier-kohle, herzustellen, erwies sich nach Versuchen von Bolley 5 ), sowie nachVersuchen, welche von Hrn. K. List 6 ) in der königl. Geschützgiessereiin Augsburg angestellt wurden, als nicht ausführbar. Bei der Schmelz-
l ) Tissier, Compt. rend. XXXXIII, 885; Wagn. Jahresber. 1865, 20.
2 ) Wagn. Jahresber. 1863, 17. 3 ) Bull. Soc. d’Encour. 1864, 213. 4 ) Ben-
zon, Eep. of pat.-invent. Aug. 1859, 130; Wagn. Jahresber. 1859, 9. 6 ) Bolley,
Schweiz, pol. Zeitschr. 1860, 16. 6 ) List, Progr. <1. Prov.Gewerbeschule z.
Hagen 1860; Wagn. Jahresber. 1865, 23.
Wiener Weltausstellung. III.
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