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Aluminium und Aluminiumverbindungen.
behauptet, dass alle Metalloide und Metalle, welche das Chloraluminiumzersetzen und dabei Chloride bilden, welche leichtflüssiger oder flüch-tiger als das Chloraluminium oder dessen Doppelsalz mit Chlornatriumsind, die Reduction sowohl des Chloraluminiums als des Doppelsalzesbewerkstelligen können. Es können daher Arsen, Bor, Cyan, Zink,Antimon, Quecksilber, selbst Zinn, ferner die Amalgame von Zink, An-timon und Zinn als Reductionsmittel dienen. Am besten eigne sichdas Zink dazu wegen seiner Wohlfeilheit, seiner leichten Anwendbarkeit,seiner Flüchtigkeit und seiner Eigenschaft,^ sich leicht mit Aluminiumzu legiren. Zink nimmt die Stelle des Aluminiums in dem Doppelsalzein. Das austretende Aluminium legirt sich mit dem überschüssigenZink. Durch wiederholtes Schmelzen dieser Legirung mit dem Doppel-chloride kann dieselbe mit Aluminium angereichert werden. Das Zinkwird dann durch Destillation von dem Aluminium getrennt.
Im Grossen soll die Operation folgendermaassen ausgeführt werden.Man bringt 3 Gewthle. Chloraluminium - Chlornatrium zum Schmelzenund setzt nach dem Verdampfen der beigemengten Salzsäure 2 Gewthle.gekörntes Zink zu. Letzteres schmilzt rasch; beim Umrühren verdicktsich die Masse der Chloride und wird fest, während die entstandeneAluminium-Zink-Legirung flüssig bleibt. Die aus Chloraluminium, Chlor-natrium und Chlorzink bestehende Salzmasse wird sodann in einenTiegel oder Ofen gebracht und die bei der vorhergehenden Operationgewonnene Legirung hinzugefügt. Man erhitzt sodann allmählich biszur stärksten Rothgluth, welche Temperatur eine Stunde lang unter-halten wird. Dann rührt man die geschmolzene Masse mit einemeisernen Stabe und sticht nach dem Erstarren das Metall ab. Mangewinnt so eine Legirung, welche aus etwa gleichen Theilen Aluminiumund Zink besteht. Wird diese Legirung mit Aluminium-Natrium-Doppelchlorid wiederum umgeschmolzen, so wird sie so angereichert,dass sie nur noch wenige Procent Zink enthält. Man befreit sie vondiesen dadurch, dass man sie, unter Zusatz von etwas Flirssspath, nocheinmal mit dem Doppelchlorid umschmilzt, wobei die Temperatur biszur Weissgluth gesteigert wird, so dass die letzten Antheile Zink ver-dampft werden. Bei Anwendung reinen Zinks erhält man so reinesAluminium.
Diese Bass et’sehe Methode ist von Hrn. Wedding 1 ) geprüft undwird von ihm empfohlen. Nur erfordere das Verfahren wegen der hohenTemperatur viel Vorsicht. Auch Ilr. Specht hat schon im Jahre 1860das Chloraluminium durch Zink zersetzt und dies Verfahren als dasfür die Praxis geeignetste bezeichnet.
Ilr. Dullo 2 ) giebt an, dass die Reduction des Doppelchlorids mit
') Wedding, Wagn. Jaliresber. 1865, 17; Verkandl. d. V. zur Beförd.d. Gewerbfl. in Preussen 1865, 51. 2 ) Dullo, Wagn. Jaliresber. 1865, 16;
Deutsche ill. Gewerbeztg. 1865, Nro. 25.