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Gruppe III. Chemische Industrie.
Zink keine Schwierigkeiten biete, wenn sie auch nicht so leicht wie diemittelst Natriums vor sich gehe. Dennoch hat dies Verfahren keinenEingang in die Praxis gefunden. Vermuthlich veranlasst die hoheTemperatur, welche zum Abtreiben des Zinks erforderlich ist, das Ver-brennen eines grossen Theils Aluminiums.
Hr. Dullo 1 ) empfiehlt ausserdem, das Aluminiumchlorid nicht ausKryolith oder Bauxit, sondern aus dem wohlfeilen Thon darzustellen.Er mischt 100 Gewthle. von Eisen und Sand möglichst freien Thonsinnigst mit 120 Gewthln. Kochsalz und 30 Gewthln. Kohlepulver nebstder erforderlichen Menge Wasser. Nach dem Trocknen wird die Massein nussgrosse Stücke zerschlagen, mit welchen man eine Thonretorteoder ein Rohr von feuerfestem Thon anfüllt. Man erhitzt bis zumGlühen und leitet Chlorgas hindurch. Unter Entweichung von Kohlen-oxyd bildet sich Chloraluminium, später auch Chlorsilicium. Erst wennalle Thonerde in Chlorid umgewandelt ist, beginnt die Bildung desletzteren, was sich dadurch bemerklich macht, dass sich Chlorgerucham Ende des Rohrs oder der Retorte zeigt. Sobald dieser Zeitpunkteingetreten ist, hört man mit dem Zuleiten von Chlor auf und ziehtdas glühende Gemisch aus der Retorte unmittelbar in Wasser. DieLösung wird zur Trockne verdampft, um die geringe aus dem Chlor-silicium herrührende, in Lösung übergegangene Kieselsäure abzuscheiden.Dann nimmt man wieder mit Wasser auf und dampft das Doppelchloridzur Trockne ein.
Einige andere Darstellungsvorschläge, welche einer früheren Zeitangehören, als derjenigen, welcher dieser Bericht gewidmet ist, mögennur ganz kurz erwähnt sein.
Hr. Petitjean 2 ) zersetzt Schwefelaluminium, das nach Fremydargestellt wird, durch Glühen in einem Tiegel, durch dessen Boden einStrom Kohlen wasserstoffgas geleitet wird. Auch durch Vermischen desSchwefelaluminiums mit Eisenfeile und Glühen bewirkt er die Zersetzung.
Hr. Cumenge 3 ) glüht Schwefelaluminium mit Thonerde oderwasserfreiem Aluminiumsulfat. Unter Entwickelung von schwefligerSäure wird Aluminium reducirt. Ein ähnliches Patent liess sich Hr.Johnson ertheilen.
Hr. Corbelli 4 ) in Florenz liess sich'für England folgendes Verfah-ren patentiren. Ein Gemisch von 100 Gewthln. Thon mit 600 Gewthln.englischer Schwefelsäure oder ganz concentrirter Salzsäure wird all-mählich auf 450° bis 500° erhitzt. Die so erhaltene Masse wird mit200 Gewthln. Blutlaugensalz und 150 Gewthln. Kochsalz vermischt und
J ) A. a. O. 2 ) Petitjean, London Journ. of Arts 1858, 282; Wagn.Jahresber. 1858, 1. 3 ) Cumenge, Rep. of pat. invent. 1858, 142; Wagn.
Jahresber. 1858, 1. 4 ) Corbelli, Rep. of pat. invent. 1858, 300; Wagn.
Jahresber. 1858, 2.