Mörtel und Gement.
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Der Betrag an dem in verdünnter Säure unlöslichen Bestände istungewöhnlich und seihst für Portlandcement zu hoch. Dies bestimmtezu Versuchen mit Versatz von gewöhnlichem Kalkstein. Ein solcher(mit 98’7 p. C. CaO im gebrannten Zustand) gab sehr gute Resultate imVerhältniss von 15 p. C. zugesetzt. Das Verhältniss liess sich von 5bis 20 p. C. abändern und ist damit ein bequemes Mittel gegeben, dieEigenschaft des Cements nach Bedürfnis zu modificiren. Der Kalk-stein wird dem Mergel gleich von Anfang zugesetzt und mit diesemgebrannt und gemahlen. Bei Anwendung eines weniger reinen ge-brannten Kalks (94*7 p. C. CaO) verhielt sich der Cement schlecht undfing bei Versatz mit 7 p. C. schon an zu treiben.
Aehnliehe Studien über die Tyroler Mergelkalke verdankt manv. Kripp 1 ). Sie beziehen sich auf das Vorkommen bei Häring (Tyrol)im Hangenden der Kohlenflötze, worin sie über einem bituminösen Kalkein mächtiges Lager bilden in drei Schichten, deren mittlere den hydrau-lischen Kalk liefert. Als chemischer Bestand ergab sich:
Schichte
untere
mittlere
obere
Kohlensaurer Kalk.
74-53
66-20
57-85
Kohlensäure Magnesia.'
3-63
4-44
5-44
Kieselerde.
12-81
18-15
22-11
Thonerde.
3-71
4-73
7-20
Eisenoxyd . ..
1-76
2-22
3-32
Kalk.
0-42
0-39
0-60
Magnesia.
0-21
0-17
0-32
Kali ..
1
0-95
1
1 0-59
1-18
Natron.
/
0-27
/
Wasser, Organische Substanzen . .
2-13
1-87
2-04
99-79
99-39
100-06
In verdünnter Chlor-1 löslich . .
82-42
77-34
71-34
wasserstoflsäure j unlöslich .
17-58
22-66
28-66
Zur genaueren Ermittelung des Verhaltens wurde jeder Mergelbei drei verschiedenen Hitzegraden gebrannt, bei dem niedersten Gradwar die Kohlensäure unvollständig, beim mittleren Grad vollständigausgetrieben und beim höchsten Grade waren die Ränder geschmolzen. Es
x ) v. Kripp, Oesterr. Zeitschr. für Berg- u. Hüttenwesen, 1865, Nro. 40und 41.