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Kalidüngmittel.
geführt 1 ). Schwefelsaures Ammoniak und Chilisalpeter sind aber* nebendem Peruguano die wesentlichsten käuflichen stickstoffhaltigen Düng-mittel, welche der Landwirthschaft zur Verfügung stehen und werdennach dereinstiger Erschöpfung der Guanolager voraussichtlich ebensosehr einen Ersatz des Peruguanos bilden, wie sie schon jetzt die Preis-regulatoren für das Guanomonopol der peruanischen "Regierung gewor-den sind. — Dass die billige Darstellung der Potasche aus Kalisalzender Verwüstung der Wälder zum Zwecke der Potaschegewinnung einenRiegel vorschieben wird, ist ebenfalls mit Bestimmtheit zu erwarten,so dass auch in dieser Hinsicht ein für die Cultur und das Klima nichtunwesentlicher Nutzen geschaffen wird. So wirken Wissenschaft, Tech-nik und Handel auch an diesem seit noch nicht zwei Decennien auf-geschlossenen Funde, um ihn mit vereinten Kräften den höchstenZielen, dem allgemeinen Wohl und damit auch dem Wohle des Ein-zelnen nutzbar zu machen.
Anhang. Die Besprechung der Kaliumsalze und deren Anwen-dung als Dungmittel hat den Verfasser des vorstehenden Aufsatzesauch auf die Moorcultur und auf den unerfreulichen Begleiter ihresgegenwärtigen Betriebes, den Moorrauch geführt und er hat hei dieserGelegenheit auch des in Bremen ins Leben getretenen Vereins gegendas Moorbrennen gedacht, dem gewiss die Sympathien aller Derjenigengehören, welche den Moorrauch kennen zu lernen Gelegenheit gehabthaben. Hoffen wir, dass der Verein sein Ziel in kürzester Frist er-reiche und dass der westliche Theil der norddeutschen Ebene rechtbald von dieser Geissei erlöst sein möge. Es braucht kaum bemerktzu werden, dass es sich in diesem Falle keineswegs ausschliesslich umeine Frage des Behagens handelt. Was den Gesunden in eine gedrückteStimmung versetzt., macht den Kränkelnden zum Kranken, verschlim-mert den Zustand der bereits Erkrankten.
ü Die Ausfuhr von Chilisalpeter erhob sich nach Dr. Langbein (inWagn. Jaliresber. 1872, 294.) von 1 380 000 Ctr. im Jahre 1860 auf 4 300 000 Ctr.im Jahre 1872. (Vergl. auch den Aufsatz von Dr. Geyger S. 202 diesesBerichtes.) Neben den verhältnissmässig immerhin unbedeutenden Mengen,welche für Darstellung von Salpetersäure (Schwefelsäure) und andere tech-nische Zwecke dienen, wird der grösste Theil dieses Natronsalpeters zur Dar-stellung von Kalisalpeter aus dem seit 1861 in den Markt gekommenen Stass-furter Chlorkalium und für Zwecke der Landwirthschaft verbraucht. 1860kostete Kalisalpeter von Ceylon in London 40 bis 44 Sh. pr. Centner (40 bis44 Rink.) 1864 sah sich die englische Regierung schon genötliigt, den bisdahin für Ceylonsalpeter bestehenden Ausfuhrzoll von £ 6 pr. Tonne (6 Emk.pr. Ctr.) ganz aufzuheben und heute wird roher Kalisalpeter in Londonmit 20 bis 24 sh (22 Emk.) pr. Ctr. notirt.