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Bor und seine Verbindungen.
Sand und unlöslicher Rückstand
25-81
Wasser.
29-83
Eisenoxyd.
0-89
Thonerde.
1-05
Kalk.
14-36
Magnesia.
0-60
Schwefelsäure.
17-42
Phosphorsäure.
0-07
Kochsalz.
1-46
Natriumoxyd.
2-85
Borsäure.
5-66
100-00
Der Boronatrocalcit wird nur ausnahmsweise fast rein, nie absolutfrei von Beimengungen gefunden; er enthält meist Einschlüsse vonKochsalz, Natrium- und Calciumsulfat. Er spaltet sich unter der Ein-wirkung von heissem und daher wohl auch unter andauernder Einwir-kung 'von Wasser von gewöhnlicher Temperatur in lösliches Natrium-und unlösliches Calciumborat; es kann daher nicht überraschen, dassan der Stelle des ursprünglich vorhanden gewesenen Boronatrocalcitssich häufig Calciumborat findet. Bei den natürlichen Calciumboratenhat man zwei als besondere Mineralien, Rhodizit, CaB 2 04 -f- 2H 2 0,und Hayesin oder Hydroborocalcit, Ca B 4 0 7 -)- 611 2 0, unterschieden,und diese Namen, wie auch die folgenden: Tincalcit, Hydroborazit,wohl im Allgemeinen den calcium- und natriumborathaltigen Mineralienvon verschiedenen Fundorten (z. B. afrikanischer Rhodizit) beigelegt.Kraut 1 ) folgert nun aus den vorliegenden und aus von ihm selbst ausge-führten Analysen, dass hei Berücksichtigung der Einschlüsse die Zu-sammensetzung der sämmtlichen, von verschiedenen Fundorten stam-menden und mit den soeben erwähnten Namen belegten Mineraliensich auf die Formel 2(CaNaB 5 0.j) -j- 15H 2 0, welche er als eigentlicheFormel des Boronatrocalcits aufstellt, zurückführen lasse.
Für die Technik ohne Bedeutung, weil nur vereinzelt und in ge-ringer Menge vorkommend, sind die Borotitanate: Warwickit oder Ence-ladit, sowie die Borosilicate: Datolith, Botryolith, Danburit, Axinitund Turmalin.
Bemerkenswerth sind jedoch einige in Salzlagern vorkommendeBorate, so der Boracit, 2(Mg 3 BsOi 5 ) -f- MgCl 2 , welcher sich in Gypsund Anhydrit eingewachsen in den Steinsalzlagern von Lüneburg undSeegeberg in Holstein, der Stassfurtit 2 ) 2 (Mg 3 B s 0i 5 ) -)- Mg Cl 2 4 " H 2 0,welcher sich in dem Stassfurter Steinsalzlager findet und dort einige
J ) Kraut, Arch. Pharm. CLXII, 25. 2 ) Siehe auch: F. Bischof, Die
Stein salz wer-ke bei Stassfurt. Halle 1864; und den unmittelbar folgendenAufsatz von Dr. Frank über die Stassfurter Kaliindustrie.