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3,1,1 (1875) Chemische Industrie : mit einem Rückblick auf die Entwicklung der chemischen Industrie während des letzten Jahrzehends
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Bor und seine Verbindungen.

Sand und unlöslicher Rückstand

25-81

Wasser.

29-83

Eisenoxyd.

0-89

Thonerde.

1-05

Kalk.

14-36

Magnesia.

0-60

Schwefelsäure.

17-42

Phosphorsäure.

0-07

Kochsalz.

1-46

Natriumoxyd.

2-85

Borsäure.

5-66

100-00

Der Boronatrocalcit wird nur ausnahmsweise fast rein, nie absolutfrei von Beimengungen gefunden; er enthält meist Einschlüsse vonKochsalz, Natrium- und Calciumsulfat. Er spaltet sich unter der Ein-wirkung von heissem und daher wohl auch unter andauernder Einwir-kung 'von Wasser von gewöhnlicher Temperatur in lösliches Natrium-und unlösliches Calciumborat; es kann daher nicht überraschen, dassan der Stelle des ursprünglich vorhanden gewesenen Boronatrocalcitssich häufig Calciumborat findet. Bei den natürlichen Calciumboratenhat man zwei als besondere Mineralien, Rhodizit, CaB 2 04 -f- 2H 2 0,und Hayesin oder Hydroborocalcit, Ca B 4 0 7 -)- 611 2 0, unterschieden,und diese Namen, wie auch die folgenden: Tincalcit, Hydroborazit,wohl im Allgemeinen den calcium- und natriumborathaltigen Mineralienvon verschiedenen Fundorten (z. B. afrikanischer Rhodizit) beigelegt.Kraut 1 ) folgert nun aus den vorliegenden und aus von ihm selbst ausge-führten Analysen, dass hei Berücksichtigung der Einschlüsse die Zu-sammensetzung der sämmtlichen, von verschiedenen Fundorten stam-menden und mit den soeben erwähnten Namen belegten Mineraliensich auf die Formel 2(CaNaB 5 0.j) -j- 15H 2 0, welche er als eigentlicheFormel des Boronatrocalcits aufstellt, zurückführen lasse.

Für die Technik ohne Bedeutung, weil nur vereinzelt und in ge-ringer Menge vorkommend, sind die Borotitanate: Warwickit oder Ence-ladit, sowie die Borosilicate: Datolith, Botryolith, Danburit, Axinitund Turmalin.

Bemerkenswerth sind jedoch einige in Salzlagern vorkommendeBorate, so der Boracit, 2(Mg 3 BsOi 5 ) -f- MgCl 2 , welcher sich in Gypsund Anhydrit eingewachsen in den Steinsalzlagern von Lüneburg undSeegeberg in Holstein, der Stassfurtit 2 ) 2 (Mg 3 B s 0i 5 ) -)- Mg Cl 2 4 " H 2 0,welcher sich in dem Stassfurter Steinsalzlager findet und dort einige

J ) Kraut, Arch. Pharm. CLXII, 25. 2 ) Siehe auch: F. Bischof, Die

Stein salz wer-ke bei Stassfurt. Halle 1864; und den unmittelbar folgendenAufsatz von Dr. Frank über die Stassfurter Kaliindustrie.