334 Gruppe III. Chemische Industrie.
3) Analyse einer Salzkruste, südlich vom Waschwerk:
Natriumchlorid.30'06
Natriumsnlfat.11 '8 5
Boronatrocalcit. 1’65
Quarzsand.37'75
"Wasser.17'69
99'00
Spuren von Kali, Magnesia etc.
und Verlust (kein Jod) . . l'OO
lOO'OO
Im Anschluss an die Mittheilung des Hrn. Loew sei hier noch-be-merkt, dass auch der Berichterstatter einige Male in die Lage gekom-men ist, Proben von dem soeben beschriebenen Vorkommen zu analysi-ren; er erhielt in einemFalle eine grössere Quantität von rein weissen Boro-natrocalcitknollen, in einem anderen ein dunkelgraues feuchtes borsäure-haltiges Salzgemisch zur Untersuchung. Die Knollen, von denen einigevon sehr beträchtlicher Grösse waren, hielten eine geringe Menge Sandeingeschlossen, ihr Borsäuregehalt schwankte bei mit dem erhaltenenMaterial direct angestellten Analysen zwischen 40 bis 44’5 p. C., ihrNatrongehalt zwischen 5 bis 7 p. G., ihr Kalkgehalt zwischen 11 bis14 p. C., ihr Wassergehalt zwischen 32 bis 36 p. C. Die Knollen ent-hielten ausserdem 1 bis 2 p. C. Kochsalz, die meisten wechselnde Mengenvon Sulfaten und eine sehr geringe Menge Kali. Als bei einem beson-ders gut aussehenden Knollen die äussere Kruste abgehoben, die innereMasse leicht zerdrückt, die staubigen Theile durch Absieben entferntund die auf dem Siebe zurückbleibenden Krystallschuppen für sich derAnalyse unterworfen wurden, konnte zwar immer noch eine geringeVerunreinigung mit Kochsalz (0'8p. C.) nachgewiesen werden, im Uebri-gen aber wurden Zahlen erhalten, welche bei Berücksichtigung der Koch-salzverunreinigung mit den von Rammelsberg bei der Analyse desBoronatrocalcits von Iquique gefundenen, sowie mit den aus der Ram-melsb erg'sehen Formel NajILÜj -f- 2 Ga B 4 0 7 -f- 18 aq. sich ablei-tenden Werthen bis auf wenige Zehntelprocente übereinstimmten.
Das oben erwähnte feuchte grauschwarze Salzgemisch hatte diefolgende Zusammensetzung: