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3,1,1 (1875) Chemische Industrie : mit einem Rückblick auf die Entwicklung der chemischen Industrie während des letzten Jahrzehends
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Die Schwefelkohlenstoff in dustrie.

befindliche Quantum Schwefelkohlenstoff, das höchstens 10 000 Kg be-trägt, aufnehmen kann, 2)3)4)5) vier Gefässen von ähnlicher Formund zusammen von dem Inhalte des Reservoirs 1), 6) 7) zwei Destillir-gefässen, jedes mit einer Kühlschlange, 8) einer Luftpumpe, 9) 10)11)12)13)14) sechs Extractionsgefässeu (aufrechtstehenden Cylindern).Ein Gasometer ist nicht vorhanden.

Sämmtliche Gefässe sind von Eisenblech dicht genietet und luft-dicht verschlossen. Die Extractionsgefässe sind l'l m hoch, 0'7 mweit und fassen jedes 250 Kg gequetschte Saat in festgestampftemZustande.

Die Extractionsgefässe werden, abweichend von denen andererFabriken, in der Weise entleert, dass der untere Siebboden an einerdaran befindlichen Stange mit Hilfe einer fahrbaren Winde mit demganzen Inhalte gehoben wird. Diese Entleerungsmethode ist weitausdie schnellste und bequemste, die Operation dauert nur zwei Minuten.Ausserdem sind die Extractionsgefässe dadurch bemerkenswerth, dassder Deckel durch nur Eine Schraube aufgedrückt wird (und doch luft-dicht schliesst), wodurch es möglich wird, in weniger als einer Minuteden Deckel zu öffnen und zu schliessen.

Alle Gefässe sind durch Hähne und feste Röhren unter einanderverbunden. Die Extractionsgefässe, die Destillirgefässe und dieKühlschlangen stehen zu ebener Erde, drei der kleineren Reservoireliegen etwa 1 m tiefer, das vierte 3 m höher. Das grosse Reservoirliegt tiefer als die drei kleineren. Die Bewegung der Flüssigkeitenwird durch die Luftpumpe vermittelt, indem jedes Gefäss mit derSaug- und der Druckseite derselben verbunden werden kann.

Der Gang der Arbeit ist nun folgender:

Beim Beginn ist aller Schwefelkohlenstoff im grossen Reservoir (1).Nachdem die Extractionsgefässe (9, 10, 11, 12, 13, 14) mit Saat gefülltsind, wird die Luft aus dem hochliegenden Reservoir (2) in das grosseReservoir (1) gepumpt, so dass bei geöffnetem Hahn sich das ober^ (2)mit Schwefelkohlenstoff füllt. Alsdann wird die Luft aus den erstenvier Extractionsgefässen (9, 10, 11, 12) und dem ersten (3) der dreikleinen unteren Reservoire in das grosse (1) und das obere (2) gepumpt;man lässt den Schwefelkohlenstoff aus dem oberen (2) in das ersteExtractionsgefäss (9) am Boden eintreten und wenn dies voll ist über-fliessen nach dem Boden des zweiten (10), das zweite (10) überfliessennach dem Boden des dritten (11), das dritte (11)'überfliessen nach demBoden des vierten (12) und das vierte (12) endlich überfliessen nach demersten kleinen unteren Reservoir (3): Ehe dieses Ueberfliessen nach demReservoir (3) stattfindet, ist aber das obere kleine Reservoir (2) leergeworden und muss, wie beim Beginn der Arbeit, aus dem grossen (1)gefüllt werden. Ist dieses geschehen, so lässt man den Schwefelkohlen-stoff auf dem beschriebenen Wege weiter fliessen, bis eine aus demWiener Weltausstellung. III. 18