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3,1,1 (1875) Chemische Industrie : mit einem Rückblick auf die Entwicklung der chemischen Industrie während des letzten Jahrzehends
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Gruppe III. Chemische Industrie.

24 Stunden (mit Ausnahme eines dazwischen fallenden Sonntags) wurdeeine Flasche geöffnet und die Menge des im Wasser gelösten Sauer-stoffs durch Austreiben der gelösten Gase hei der Siedhitze undAufsammeln in vacuo bestimmt.

Gewicht des gelösten Sauerstoffs in 100 000 Thln Wasser

Unmittelbar

nach der

Mischung

Nach 24

Stunden

Nach 48

Stunden

Nach 96

Stunden

Nach 120

Stunden

Nach 144

Stunden

Nach 168

Stunden

0-946

0-803

0-616

0-315

0-201

0-080

0-036

Alsbald nach der Mischung enthielt das verunreinigte Wasser in100 000 Thln 2"099 Thle organischen Kohlenstoffs und 0'207 Thleorganischen Stickstoffs. 7

Diese Zahlen zeigen, dass selbst hei warmem Wetter die Oxydationder thierischen organischen Materie im Sielwasser nur sehr langsam vonStatten geht. Indem man von dem für die Oxydation des Wasserstoffs undStickstoffs der organischen Materie verbrauchten Sauerstoff absieht undannimmt, es sei für die Zerstörung der organischen Materie nur nöthig,den Kohlenstoff zu oxydiren, von welchem 3 Thle 8 Thle Sauerstoff

bedürfen, so stellen sich die Sielwasserprocente, welche inverzeichneten Perioden zerstört wurden, wie folgt.

den

1 .

Periode von

Procente des zer-störten Sielwassers24 Stunden. 68

2.

» »

24 ..

8-9

3.

» »

48 .

14-3

4.

3 ) 33

24 .

5-4

5,

33 / 33

24 ..

5-8

6.

3 ) »

24 .

2-1

43-3

Bis zum Ende des sechsten Tages (oder der fünften Periode) ver-lief die Oxydation in einem constanten, qbwohl etwas abnehmendenVerhältnisse. Die Menge des gelöst gebliebenen Sauerstoffs war abernunmehr bereits so gering geworden, dass sich die weitere Verminde-rung während der nächsten 24 Stunden vor dem Abbrechen des Ver-suches ausserordentlich verzögerte. Wenn man aber annimmt, dasverunreinigte Wasser sei beständig der Luft ausgesetzt gewesen, wo-durch zum wenigsten ein Theil des Sauerstoffs ersetzt worden wäre,