Ueber Trinkwasser.
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Wasser findet sieb in grosser Menge in Flüssen und Strömen, nachdemsie das Gebirge verlassen haben. Selbst wenn es von den Sielwassernder Städte und Dörfer vollständig unbefleckt geblieben, ist es für häuslicheZwecke nicht brauchbar, allein, wenn es noch weiter durch Aufnahmevon Fäcalsubstanzen verunreinigt wird, so ist sein Gebrauch als Trink-wasser oder für culinare Zwecke geradezu mit Gefahr für die Gesund-heit verbunden. Noch viel gesundheitsgefährlicher ist das Wasser derFlachbrunnen, ganz einerlei aus welcher geologischen Formation sieschöpfen, zumal aber wenn sie sich, wie dies in der Regel der Fall ist, inder Nähe von Sielen, Cloaken oder Senkgruben befinden. In vielenFällen hat sich der Ausbruch epidemischer Krankheiten in Städten undDörfern mit Sicherheit auf den Gebrauch solchen Wassers zurückführenlassen; und man hat Grund zu glauben, dass das sporadische Auftretenvon Typhus in isolirten Landhäusern nicht selten derselben Ursachezuzuschreiben ist.
Was Zuträglichkeit, guten Geschmack und allgemeine Anwendbar-keit als Trinkwasser und für den Gebrauch in der Küche anlangt, solässt sich aus den vorliegenden Untersuchungen die folgende Classifica-tion aufstellen, in welcher die Wasser nach ihrer Güte und nach derler sie stammen, geordnet sind.
1) Quellwasser
2) Tiefbrunnen wasser
3) Bergland-Tagewasser
4) Regenwasser | ziemlich guten
5) Tagewasser von cultivirtem Land J Gesclimacks.
6) Flusswasser mit Sielwasser verun-reinigt.
7) Flachbrunnenwasser
Für ausschliesslich häusliche Zwecke sollte der Vorzug stets dem Quell-und Tiefbrunnenwasser, selbst vor Bergland-Tagewasser gegeben werdenund nicht nur, weil sie in chemischer Hinsicht reiner und auch besserenGeschmacks sind, sondern auch weil sie sich ihrer physikalischen Eigen-schaften halber ganz besonders für den Hausgebrauch eignen. Sie sind fastdurchgehends klar, farblos und durchsichtig, Eigenschaften, welche siein hohem Grade als Trinkwasser empfehlen, während die Gleichmässig-keit ihrer Temperatur das ganze Jahr hindurch im Sommer erfrischtund im Winter allzuschnelles Gefrieren verhindert. Der Besitz einessolchen Wassers ist ein unschätzbares Gut für die Gemeinde, dessen'Er-haltung und Yerwerthung denen, welche über die öffentliche Gesundheits-pflege zu wachen haben, nicht warm genug ans Herz gelegt werden kann.
guten
Geschmacks.
vortrefflichen
Geschmacks.
Quelle, aus wel
Zuträglich
Verdächtig j
Gefährlich