Feuerbeständige Alkalien.
Zog
Gay Lüssac und Lhenard sagen, daß wennman wenige Tropfen Wasser mit jener Zusammensetzungin Berührung bringt, sich alle Elemente des Ammo-niums wieder erhalten lassen, und daß nichts als kau-stisches Kali zurückbleibe. Herr Davy behauptet, daßdie Resultate der Zersetzung etwas verschieden sind. Esscheint ziemlich klar zu seyn, daß in diesem Processe sichzwei Atome Ammonium mit einem Atomen Potassiumverbinden, während sic den Sauerstoff desselben in ebendem Augenblicke auslrciben: denn 43 Gran Potassiumwürden r2 Gran gasförmiges Ammonium erfordern; eswürden mithin 6 Gran Potassium, 2^ Gran ammoni«.sches Gas-, welches 12; Kubikzoll gleich ist, erfordern.
5. Natrum.
Das Natrum wird gewöhnlich aus der Asche der«jenigen Pflanzen, welche am Gestade des Meeres wach-sen, vorzüglich aber durch Verbrennen der der GattungLalsola angchörenden Pflanzen, erhalten. In Spanien,wo man dieses Salz im Großen bereitet, wird es Ba-ri! la genannt. In Britannien verbrennt man die ver-schiedenen Arten von kucus oder Seetang, und ihreAsche bildet ein Gemenge, in dem etwas kohlensauresNatrum enthalten ist, und das Kelp genannt wird.Man findet das Natrum an einigen Orten unserer Er-de, mit Kohlensäure verbunden, und an anderen, in dendem Mineralreiche angchörenden Körpern, mit Salzsäurevereinigt. Aus diesem Grunde ist es Mineralalkali,genannt worden, um es von dem Kali, oder dem ve-getabilischen Alkali zu unterscheiden-