Natrum.
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Um Las Natrum in einem möglichst reinen Zustan-de zu erhalten, bedient man sich eines Verfahrens, dasdem ähnlich ist, welches früher bei dem Kali beschriebenwurde. Das reine kohlensaure Natrum wird mit Kalk-Hydrat und Wasser behandelt; dadurch wird das kohlen-saure Natrum zersetzt, das Natrum bleibt in der Flüs-sigkeit aufgelöst, die Kohlensäure verbindet sich mit derKaikerde, und diese neue Zusammensetzung senkt sich zuBoden. Die klare Flüssigkeit wird hierauf abgegossenund eingekocht. Das Wasser entweicht nach und nachmit einem zischenden Geräusche, bis das Natrum an-fängt schwach roth zu glühen, worauf das Alkali unddas übrigbleibende Wasser eine ruhige Flüssigkeit dar-stellen.
Diese Flüssigkeit kann hierauf in Formen u. s. w-ausgegossen werden, worauf sie denn sogleich zu einerharten Masse erstarrt; sie wird in diesem Zustande inwohl verschloßenen Glasflaschen zum Gebrauche aufbe-wahrt. Wendet man einen stärkeren Feuersgrad an, sowerden das Wasser und das Alkali zusammen in weißenDampfen verflüchtigt.
Das auf dem angegebenen Wege erhaltene Natrumist eine feste, spröde, weiße Masse, welche aus ungefähr7» Theilen reinem Natrum und 22 Theilen Wasser in100 Theilen bestehet. Nach d'Are et (Lousle« clslütilmis» 1 , Ii,XVIII.*p>. 182.) beträgt das Alkali nur72, ich glaube jedoch, daß diese Angabe zu niedrig ist.Mit einem größeren Wassergehalt kann man das Na-trum so wie das Kali, in Krystallen erhalten; in die-