Druckschrift 
2 (1813)
Entstehung
Seite
307
Einzelbild herunterladen
 

Feuerbeständige Alkalien.

Zo?

andere Erklärungsart von Davy ist die, daß er an-nimmt, das saure Gas enthalte im Zustande chemischerVerbindung genau soviel Wasser, als erforderlich seydas Metall zu oxydiren (dieses würde man noch vorwenigen Jahren für einen außerordentlichen Fall gehal-ten haben). — Keine dieser Annahmen hat etwas wi-dersprechendes- Düvy gab jedoch der letzteren den Vor-zug, und schien dadurch dieselbe noch wahrscheinlicherzu machen, daß er zeigte, ein gegebenes Quantum salz-saures Gas gebe dieselbe Menge salzsaures Silber, esmöchte vorher mit Kali oder Potassium verbunden ge-wesen seyn.

Diese Erklärung stimmt mit meinen Ansichten nichtso gut, als die vorhergehende. Ich bemühte mich diehierbei statt findenden Erscheinungen früher (Seite 60),aus einer Zersetzung der Säure zu erklären. Zwei Um-stände vereinigten sich, mir diese Erklärungsart annehm-lich zu machen: einmal schien, anderen Erfahrungen zu-folge, der Wasserstoff einen Bestandtheil der Salzsäureauszumachen; dann kannte ich keine andere Erfahrung,daß das Wasser in irgend einem Falle, mit ir-gend einer elastischen Flüssigkeit verbunden wäre. Letzte-res verstehe ich so, daß wenn alles Wasser entferntwürde, die letzten entweichenden Theile, dem Ganzenseine charakterisirenden Eigenschaften gleichsam mit hin-weg nehmen würden. In gewisser Hinsicht verstand ichdie Data unrecht, indem ich das Gewicht des salzsau-ren Gas, bei weitem für größer hielt.

Jetzt habe ich die Erklärung, welche sich auf dieZersetzung der Saure gründet, aufgegeben, und dafür

U 2