rein, als man es sich bisher irgend hat verschaffenkönnen.
Man erhalt das Kali in einer mehr regelmäßigen,krystallinischen Gestalt, wenn man demselben eine grö-ßere Menge Wasser zusetzt. Wird die Auflösung auf einspecifisches Gewicht von 1,6 oder i,5 zurückgebracht, sobilden sich beim Erkalten Krystalle, welche Lg Procentober auch wohl eine noch größere Menge Wasser enthal-ten, wenn die Luft kalt ist. Diese Krystalle sind Kali-hydrat genannt worden. Es läßt sich demnach ein fe-stes Kalihydrat darstellen, welches von 84 bis 4? Pro-cent Kali, ja eine noch geringere Menge des letzten ent-hält.
Das Kali hat einen sehr ätzenden Geschmack, esist, wenn man es auf die Haut bringt, ausnehmendkaustisch; so daß man es auch Aetzstein genannt hat.Das specifische Gewicht des gewöhnlichen kaustischenKali, dessen sich die Wundärzte bedienen, ist meinenErfahrungen zufolge«2,1; allein dieses ist ein Gemischaus reinem und kohlensaurem Kali, mit 20 bis 30 Pro-ccnt Wasser. Völlig reines Kali, würde meinem Da-fürhalten nach, ein specifisches Gewicht von 2,4 haben.
Setzt man krystallisirtes Kali (das heißt Kali imZustande des Hydrates) der Hitze aus, so wird es flüs-sig, das Wasser entweicht nach und nach mit einem zi-schenden Geräusche, bis endlich die flüssige Masse roth-glühend wird. Dann bleibt sie einige Zeit ruhig, wirdaber die Hitze verstärkt, so steigen häufige weiße Dämpfeauf. In diesem Falle verdunsten sowohl das Alkali alsdas Wasser; man kann sich, daher dieses Verfahrens