Druckschrift 
2 (1813)
Entstehung
Seite
280
Einzelbild herunterladen
 

28o Schwefelhaltiger Phosphor.

und Festwerdens geben. Ein Thcil Phosphor mit H-Schwefel verbunden, wurde bei 77° fest; ein TheilPhosphor mit ^Schwefel bei 59°; ein Theil Phosphormit Schwefel bei 41° ; ein Thcil Phosphor mit 2Theilcn Schwefel bei 54r°; allein ein Theil war flüssig,der andere fest; ein Thcil Phosphor mit 3 TheilenSchwefel gestand bei 99°, 5.

Man möchte geneigt feyn, diesen Versuchen zufolgezu glauben, daß sich Schwefel und Phosphor in allenVerhältnissen verbinden lassen; allein die Erscheinungen,welche der fünfte der angeführten Fälle darbot, führtenmich auf die Vermuthung, daß, wofern nur die Re-sultate mit der nöthigen Sorgfalt beobachtet wordenwären, man sie auch bei einigen andern würde vor-gefunden haben. Ich mischte Gran Phosphor und13 Gran Schwefel in einer graduirten Röhre, welche inWasser stand, und tauchte das Ganze in Wasser von160°. Der Phosphor, welcher wie gewöhnlich bei ivo°flüssig wurde, löste nach und nach den Schwefel auf,bis das Ganze eine flüssige Form, von dem specifischcnGewichte i,44 annahm. Die Mischung blieb gleichför-mig flüssig bei 43°/ gerann aber gänzlich bei 42°. Hierhatten sich 2 Atome Phosphor mit einem Atom Schwe-fel verbunden- Ich fetzte hierauf 6- Gran Schwefel zu,so daß die Mischung aus i8^ Phosphor und 194Schwefel bestand. Die neue Mischung wurde bei 170°gleichförmig flüssig, und hatte ein specifisches Gewichtvon 1,47. Wurde sie auf die Temperatur 47° herab-gebracht, so war ein Theil flüssig und der andere fest;dieser befand sich auf dem Boden der Röhre. Der feste