Kohle mit Schwefel. 28 r
Antheil wurde bei einer Temperatur von 100° nichtvollkommen flüssig. Dieses scheint anzuzeigen, daß zweibesondere Zusammensetzungen statt fanden; in der einen,waren zwei Atome Phosphor mit einem Atom Schwe-fel vereinigt, diese war flüssig bei 47°; die andere be-stand aus einem Atom Phosphor und einem AtomSchwefel, diese war fest bei einer Temperatur unterioo°. Ich setzte hierauf noch 6z Gran Schwefel zu,so daß oas Ganze aus igz Phosphor und 26 Schwe-fel, folglich aus einem solchen Verhältnisse bestand, daßrin Atom von jedem der Bcsiandtheile sich zusammenverbinden konnte. Die Vereinigung erfolgte vollständigin einer Temperatur von 180°; das specifische Gewichtwar i,Zo. Bis auf üo° abgekühlt, wurde die ganzeMasse fest; bis auf 100° erwärmt, wurde sie eine halb-j flüssige, gleichförmige Masse. Als diese nachmals bis
, auf igo° erhitzt wurde, so wurde sie gänzlich flüssig;
! allein bei'm nochmaligen Erkalten, gestand der größte! Theil bei ioo°; doch blieb ^ bis z bis zu flüssig.
^ Diese Versuche machen es sehr wahrscheinlich, daß
i von jedem der Bestandtheile, ein Atom des einen, sich
^ mit einem Atome des andern verbinde, welche Zusam-
mensetzung bei roo° oder einer noch niedrigeren Tempe-ratur fest ist; wird dieselbe aber erwärmt, so ist sie ge-neigt, in die andere Art von Verbindung überzugehen,oder in die, welche durch Vereinigung von zwei Atomen, Phosphor mit einem Atom Schwefel gebildet wird- Es
> fehlte mir an Gelegenheit, die Eigenschaften dieser bei-
! den Arten von schwefelhaltigen Phosphorverbindungen