Ivo
Sauerstoff mit Wasserstoff.
bekannt ist, treten; zu diesem lasse ich soweit gasförmigeoxydirte Salzsäure hinzu, bis die Röhre beinahe ganzangcfüllt wird. Der Finger wird hierauf auf die Oeff-nung der Röhre gehalten, und dieselbe sogleich in einGefäß mit Quecksilber gebracht. Das Ganze wird als-dann in die Sonne gestellt (es sey denn, daß dieselbezu stark scheine, in welchem Falle eine Explosion zu be-sorgen ist) oder in das stärkste Licht, das man sich ver-schaffen kann. Man bemerkt hierauf, nachdem es zweibis drei Minuten in diesem Zustande beharrte, ohne eineVeränderung zu zeigen, daß sowohl das Wasser als auchnachmals das Quecksilber mit zunehmender, dann aberabnehmender Geschwindigkeit steigen, bis sie beinahe denoberen Theil der Röhre erreicht haben. Man kann als-dann das rückständige Gas untersuchen, und die Mengedes Wasserstoffgas, des sauren Gas und der atmosphä-rischen Luft ausmitteln- Die Menge des Wassers in derRöhre wird sichtbar, so wie das Quecksilber in die Höhesteigt, und es dient dazu, die Wirkung der Säure aufdas Quecksilber zu verhindern. Das Wasser muß vondem Inhalte der Röhre abgezogen werden; um das Vo-lumen der angewandten Gasarten zu finden, zieht manhiervon das Wasserstoffgas ab, so bleibt das der Säureu. s. w- übrig.
Aus dem Mittel von fünf Versuchen, welche wieoben beschrieben wurde, angestellt sind, bin ich geneigtzu schließen; daß 100 Maaß Wasserstoffgas, 94 Maaßgasförmige oxydirte Salzsäure erfordern, um in Wasserverwandelt zu werden. In jedem dieser Versuche, be-