Druckschrift 
2 (1813)
Entstehung
Seite
101
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Oxydi'rte Salzsäure.

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trug die Menge der Säure weniger, als die des Was-serstoffes.

Die angeführten Versuche bieten, zu einer Zeit,wenn der Himmel mit Wolken bedeckt ist, durch welchezuweilen die Sonne hindurchbricht, zuweilen von ihnenverhüllt wird, ein sehr interessantes Schauspiel dar.Die Gegenwart des direkten Sonnenlichtes giebt augen-blicklich der Bewegung des Quecksilbers einen Reiz, wel-cher eben so schnell, so wie sich die Sonne hinter einerWolke verbirgt, unterdrückt wird. Die Oberfläche des

Quecksilbers in dev Röhre, wird stets, während desProzesses schön himmelblau; dasselbe ereignet sich bei derAnwendung des tropfbarflüssigen Ammoniums zur Zer-setzung der oxydirten Salzsäure. Ich weiß nicht, wel-ches sowohl in dem einen als anderen Falle die Ursachedieser Erscheinung ist-

Aus den oben angeführten Resultaten geht hervor,daß roc, Maaß gasförmige oxydirte Salzsäure aus .63Maaß Sauerstoffgas, die mit einer gewissen Menge falz-sanrem Gas vereinigt sind, bestehen. Nun wiegen rooKubikzoü gasförmige oxydirte Salzsäure 72 bis ?3 Gran,und sZKubikzoll Sauerstoffgas wiegen ungcfähv 16 Gran;welches beinahe der vierte Theil von dem obigen Ge-wichte ist. Wenn demnach ein Atom der Salzsäure 22wiegt, so muß der der oxydirten Salzsäure 2g wiegen;hieraus läßt sich demnach die Zusammensetzung der letz-teren Säure finden.

Ein Atom derselben bestehet aus einem AtomenSalzsäure vereint mit einem Atomen Sauerstoff. Erstererwiegt 22, letzterer 7, welches zusammen 29 macht; oder