Druckschrift 
2 (1813)
Entstehung
Seite
92
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5>2 Sauerstoff mit Wasserstoff.

gen werden kann, um fast jede andere Verbindung ein-zugehen.

6. Die opydirtc Salzsäure scheint sich, wenn sic in Was-ser aufgelöst ist, leicht mit den feuerbeständigen Alkalien undErden zu verbinden; das Ammonium hingegen wird vonderselben zersetzt. Es ist jedoch merkwürdig, daß wenige,ja fast gar keine, neutrale trockene Salze durch dieseVerbindung erhalten werden können. Werden die gesät-tigten Auflösungen verdunstet und zum Krystallisiren ge-bracht, so werden vorzüglich zwei verschiedene Salze ge-bildet; das eine, ist eine einfache salzsaure Verbindung,das andere ist ein übcroxydirt salzsaures Salz.In letzterem wird eine ausserordentlich große MengeSauerstoff angetroffen, welches man durch die gewählteBenennung bezeichnen will.

7. Da ich vor einiger Zeit mit Versuchen über dieopydirte Salzsäure beschäftigt war, hatte ich Veranlas-sung eine merkwürdige Eigenschaft derselben kennen zulernen. Cruickshanks hatte die Bemerkung gemacht,daß wenn gasförmig oxydirte Salzsäure und Wafferstoff-gas gemengt, und in einer wohl verstopften Flasche 24Stunden lang aufbcwahrt wurden, die Gasarten ver-schwanden, und daß Wasser ihre Stelle einnahm. Daich wünschte, die Zeit in welcher dieser Erfolg statt Hatzmit mehr Genauigkeit auszumitteln, mengte ich die Gas-arten in einer engen Eudiometerröhre, und ließ dieseüber Wasser stehen; nach Verlauf von drei Viertelstun-den war der größte Theil des Gemenges verschwunden.Bei dem nächsten Versuche, schienen die Gasarten, nach-dem sie zusammengebracht worden, eine bis zwei Minuten