igs Von der Zusammensetzung
den, wofern ich ihn recht verstehe, fast in denselben Wor-ten vor, (iXiclioIsoQ's ilournal Vol. IX. pgAe 162)-Dieser letztere Naturforscher besitzt jedoch tiefe Kennt-nisse von der mechanischen Wirkung der Flüssigkeiten.Man kehre ein dünnes, zylindrisches, gläsernes Gefäß,welches trockene Luft enthalt, über Quecksilber um, neh-me einen Theil Luft vermittelst eines Hebers hinweg,bis das Gleichgewicht des Druckes innerhalb und au-ßerhalb hergestellt ist, und schütte dann eine kleine Men-ge Wasser, Aether u. s. w. in das Gefäß, so werden dieentstehenden Dünste die Zwischenräume der Lust eben soWie einen leeren Raum einnehmen. Welche Folgerungbietet sich aber aus dem hier Gesagten von selbst dar?Wird nicht jetzt die Oberfläche des Quecksilbers sowohlvon der trockenen Luft als von dem neu gebildeten Dun-ste gedrückt, und wird dadurch der innere Druck nichtstärker als der äußere seyn, welches eine Vergrößerungdes Luftvolumens, um das Gleichgewicht herzustellen,zur Folge haben wird.
Man wende dieses auf die freie Luft an: man den-ke; daß keine aus Wasserdunst bestehende Atmosphäre dieErde umgebe, sondern nur eine aus Stickgas, derenDruck gleich 2z Zoll Quecksilber, und eine aus Saucr-stoffgas, deren Druck gleich 6 Zoll Quecksilber gesetztWird. Da diese Luft vollkommen trocken seyn würde,so müßte das Verdunsten mit großer Schnelligkeit an-fangen: der zuerst gebildete Dunst, welcher von dem tie-fer liegenden beständig angetrieben wird, in die Höhe zusteigen, und eben so einen beständigen Widerstand vonder Luft erleidet, muß in dem ersten Augenblicke die bei-